chrysanthemen (chrysanthemum)

die mitglieder der gattung chrysanthemum lassen sich gut mit stecklingen vermehren. wie man das macht, erfahren sie hier.

die mitglieder der gattung chrysanthemum lassen sich gut mit stecklingen vermehren. wie man das macht, erfahren sie hier.
pflanzen vermehren sich nicht nur durch samen oder stecklinge, einige arten besitzen sogar die fähigkeit, tochterpflanzen an ihren blütentrieben auszubilden. die werden als adventivpflanzen oder umgangssprachlich als kindel bezeichnet.
eine echte dauerkindlerin ist z. b. die grünlilie, die fast schon im stundentakt tochterpflanzen produziert. auch einige froschlöffelgewächse bilden fleißig adventivpflanzen aus.

adventivpflanzen an echinodorus cordifolius “marble queen”.
sogar unter den orchideen gibt es arten, die sich auf diese weise vermehren. oder ihre besitzer dadurch auf einen pflegefehler aufmerksam machen. denn wenn ihre wurzeln durch übergießen beginnen zu verfaulen, versuchen sie sich auf diese art zu retten.

die tomate (solanum lycopersicum) lässt sich problemlos mit stecklingen vermehren. bei temperaturen zwischen 20 und 25 grad zeigen die bereits nach einer woche die ersten wurzeln. wenn man sie früh genug schneidet, z. b. beim ausgeizen, dann können die so gezogenen pflanzen noch im selben sommer früchte ansetzen.
auf diese art kann man sie auch überwintern. wer eine pflanze hat, die besonders leckere früchte ausbildet, sollte das mal probieren.
weitere infos zur tomate sowie zu verwandten arten, habe ich hier zusammengestellt.
die kapuzinerkresse (tropaeolum majus) lässt sich durch samen und stecklinge vermehren. wie man das macht, habe ich hier beschrieben. auf der seite finden sie auch infos zu verwandten arten und zu anderen pflanzen, die als kresse bezeichnet werden.


heute möchte ich hier mal wieder ein neues projekt vorstellen. ich bastele nämlich gerade fleissig an einer seite zur bestimmung von pflanzen. die enthält derzeit nur einen bruchteil meines bildmaterials, aber es werden täglich mehr. in sachen blumen- und pflanzenbilder haben sich bei mir im laufe der jahre nämlich einige gigabyte angesammelt.
die gattung lobelia zählt zur familie der glockenblumengewächse (campanulaceae), beinhaltet mehrere hundert arten und ist mit der ballonblume (platycodon) verwandt (link). sehr häufig in kultur befindet sich die kardinalslobelie (lobelia cardinalis). sie wird als staude für den garten und im aquariumhandel in form von stecklingen als wasserpflanze angeboten.

winterhart ist sie nach meinen erfahrungen jedoch nicht. die stecklinge von lobelia cardinalis bewurzeln bei temperaturen so um die 20 grad bereits nach einer woche. da es sich hier um eine sumpfpflanze handelt ist es besser, wenn man den anzuchttopf mit einem gefrierbeutel abdeckt oder im zimmergewächshaus platziert. vor allem wenn man sie als wasserpflanze gekauft hat.

als substrat kann handelsübliche blumenerde verwendet werden. die erde hält man gleichmäßig feucht bis nass. der ideale standort für die anzucht ist hell, aber ohne direkte mittagssonne. an die kann man die pflanzen gewöhnen, sobald sie genügend wurzeln gebildet haben.
die vermehrung von rosen (rosa) durch stecklinge, ist bei mir schon mehrmals erfolgreich gescheitert. getreu dem motto “es muss mir nicht alles gelingen”, sind auch keine weiteren anläufe in dieser sache geplant.
eine gute anleitung dazu habe ich hier gefunden.


als wasserpest werden wasserpflanzen aus den gattungen egeria, elodea und lagarosiphon bezeichnet. sie zählen allesamt zur familie der froschbissgewächse (hydrocharitaceae) und lassen sich problemlos durch stecklinge vermehren. wie man das macht und weitere infos zu den verschiedenen arten und zu ihrer kultur gibt es hier.
bei stecklingen handelt es sich um pflanzenteile. das können blätter, triebspitzen, stammstücke oder wurzeln sein. im volksmund sind sie auch als ableger bekannt.
bei der stecklingsvermehrung handelt es sich um die vegetative (ungeschlechtliche) form. man kann sie auch als klonen bezeichnen, denn die so gewonnenen abkömmlinge sind zumeist mit ihren eltern genetisch identisch.
im folgenden möchte ich die verschiedenen stecklingsformen einmal vorstellen.
einige pflanzen besitzen die fähigkeit, auch an ihren blättern wurzeln ausbilden zu können. diese wachsen entweder am stiel, oder am blatt selbst. je nach art, kann man auch blattteile bewurzeln lassen.

blattsteckling eines usambaraveilchens (saintpaulia)
selbst wenn eine art die fähigkeit besitzt, wurzeln an ihren blättern auszubilden, muss dies noch lange nicht bedeuten, dass sich daraus auch eine neue pflanze entwickelt. ein gutes beispiel dafür ist die strahlenaralie (schefflera arboricola).
kopfstecklinge dürften wohl am häufigsten zur hobbyvermehrung von pflanzen genutzt werden, es sind sozusagen die “klassischen ableger”. dabei handelt es sich um triebspitzen oder ganze seitentriebe.

kopfstecklinge einer flamingoblume (anthurium)
bei den stammstecklingen handelt es sich um triebteile ohne spitze.

stammstecklinge einer dieffenbachia
ein rhizom (“ausläufer”) ist ein direkt auf oder unter der erde wachsender trieb, an dem die wurzeln, blätter oder sogar ganze pflanzen erscheinen.

das rhizom einer sansevieria
bei einigen gehölzen oder stauden ist auch die vermehrung durch wurzelstecklinge (wurzelschnittlinge) möglich. dazu zählen u. a. der bärenklau (acanthus mollis) oder das kaukasus-vergissmeinnicht (brunnera).
für welche art der vegetativen vermehrung man sich entscheidet, ist von zwei faktoren abhängig. zum einen, ob die art die fähigkeit besitzt, am gewünschten pflanzenteil wurzeln und triebe auszubilden. zum anderen, wieviele abkömmlinge gewünscht werden.
sollen nur wenige nachkömmlinge gezogen werden, dann verwendet man am besten kopfstecklinge. ist eine hohe anzahl erwünscht, dann greift man auf blatt-, blatteil-, stamm- oder wurzelstecklinge zurück.

achimenes ist eine gattung aus der familie der gesneriengewächse. die mit den usambaraveilchen verwandten pflanzen wachsen aufrecht bis hängend. eine anleitung für die stecklingsvermehrung der als schiefteller bekannten pflanzen, gibt es hier: achimenes vermehren.