gloxinie (sinningia cv.)

die vertreter der gattung sinningia werden umgangssprachlich als gloxinien bezeichnet. botanisch sind sie der familie der gesneriengewächse (gesneriaceae) zugeordnet. ihr natürliches verbreitungsgebiet erstreckt sich von zentral- bis nach südamerika.

die gloxinie durch blattstecklinge vermehren

das wichtigste was man für die vermehrung der gloxinie durch blattstecklinge mitbringen sollte, ist geduld. vom eintopfen bis zu den ersten blättern hat es nämlich sechs monate gedauert. und das trotz temperaturen von ca. 25 grad während des tages.

das blatt wird mit einer sauberen schere von der mutterpflanze getrennt. dann wandert es bis zum anschlag ins substrat. ich habe hier handelsübliche kakteenerde verwendet, die überwiegend aus humus und ein klein wenig sand zusammengesetzt ist.

der ideale standort zur anzucht der sinningia-stecklinge ist hell, ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad. um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, kann man einen gefrierbeutel über den topf stülpen. damit sich kein schimmel bildet, muss das ganze einmal täglich gelüftet werden.

das substrat hält man gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass. gedüngt werden muss nicht.

sollte das blatt irgendwann beginnen zu faulen, muss dies nicht bedeuten, dass das anwachsen der gloxinie missglückt ist. nach ca. fünf monaten hatte das stecklingsblatt begonnen sich zu verabschieden, kurz darauf zeigten sich die ersten blätter. wenn man den topf nicht zu gross wählt, kann man sehr einfach kontrollieren ob sich was tut. wenn ja, kann man durch die löcher im boden die wurzeln erkennen.

hat der gloxinien-nachwuchs erstmal ausgetrieben, geht der rest dafür sehr schnell. nur acht wochen später gab es die ersten blüten zu bestaunen.