drehfrucht (streptocarpus cv.)

die gattung streptocarpus zählt zur familie der gesneriengewächse (gesneriaceae). im deutschen sprachraum sind ihre vertreter unter dem namen drehfrucht bekannt. im handel sind zumeist hybriden (kreuzungen, cv.) zu finden. vermehren lassen sie sich durch blattstecklinge oder samen.

streptocarpus durch blattstecklinge vermehren

die vermehrung von streptocarpus cv. durch blattstecklinge ähnelt der des (verwandten) usambaraveilchens. die drehfrucht mag es allerdings etwas luftfeuchter.

verwendet werden können ausgewachsene oder halbausgewachsene blätter.

das blatt wird mit einem sauberen messer von der mutterpflanze getrennt und wandert anschliessend ca. einen zentimeter tief ins anzuchtsubstrat. verwendet werden kann blumenerde oder ein erde-sand-gemisch im verhältnis 3:1.

der standort für die aufzucht des streptocarpus-nachwuchs sollte hell, ohne direkte sonne, bei temperaturen zwischen 20 und 25 grad sein. um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, wird eine gefrierdose oder ein gefrierbeutel über den topf gestülpt. damit kein schimmel entsteht muss täglich einmal gelüftet werden.

bis sich die ersten würzelchen und blattansätze gebildet haben, hält man die erde nass und anschliessend nur noch feucht. gedüngt werden muss nicht. sollten die blattstecklinge nach dem pflanzen etwas durchhängen, dann ist das kein grund zur beunruhigung. nach wenigen tagen berappeln sie sich (meist) wieder.

bei temperaturen so um die 23 grad hat es bis zum ausbilden der ersten blättchen ca. 12 wochen gedauert.