echte feige (ficus carica)

die echte feige (ficus carica) kann mehrere meter hoch werden und benötigt einen vor zugluft geschützten standort, z. b. an einer hauswand. in kälteren regionen sollte man sie im kübel kultivieren und im haus überwintern. ihre essbaren früchte, die feigen, beherbergen die blüten. der standort sollte vollsonnig sein.

die vermehrung der echten feige (ficus carica) durch triebstecklinge

bei der vermehrung durch triebstecklinge wird ein ca. 10 zentimeter langer seitentrieb von der mutterpflanze abgeschnitten und gegebenenfalls die unteren blätter entfernt. der ficus carica-triebsteckling kann direkt im garten gepflanzt werden und sollte dort hell, vor zugluft geschützt aber ohne direkte sonne stehen. dies geschieht am besten im frühjahr (april/mai).

für die anzucht im zimmer kann normale blumenerde verwendet werden. auch hier sollte der standort hell und ohne direkte sonne sein. die erde sollte gleichmässig feucht, aber nicht nass gehalten werden.

kletterfeige (ficus pumila)

die kletterfeige (ficus pumila) liebt einen hellen oder halbschattigen standort ohne die pralle mittagssonne und ist u. a. mit der birkenfeige (ficus benjamina) verwandt. der topfballen sollte gleichmässig feucht, aber nicht nass gehalten werden. trocknet die erde aus, dann wirft die kletterfeige schnell ihre blätter ab. zimmertemperatur wird ganzjährig gut vertragen, eine ruhephase ist nicht notwendig.

die vermehrung der kletterfeige durch triebstecklinge

hierbei werden ein oder mehrere triebe von der mutterpflanze abgenommen und in ca. fünf zentimeter lange teilstücke geteilt. anschliessend werden die unteren blätter entfernt bis auf drei oder vier. die triebstecklinge der kletterfeige (ficus pumila) kommen nun direkt ins pflanzsubstrat (gewöhnliche blumenerde oder kakteenerde) und wandern an einen hellen und warmen ort (mindestens 20 grad).

da ficus pumila eine hohe luftfeuchtigkeit liebt, sollten die jungpflanzen abgedeckt werden bis sich die ersten neuen blätter zeigen.

vom eintopfen der stecklinge bis zur kräftigen jungpflanze sind ca. vier monate vergangen. nun wird die junge kletterfeige langsam an das raumklima gewöhnt.

birkenfeige (ficus benjamina)

die birkenfeige (ficus benjamina) oder auch kleinblättriger gummibaum ist eine aus indien stammende feigenart und zählt wohl zu den bekanntesten zimmerpflanzen. man kann sie über kopfstecklinge, stammstecklinge und durch abmoosen vermehren. verwandt ist sie u. a. mit der kletterfeige (ficus pumila).

vermehrung durch kopfstecklinge

die verwendung von kopfstecklingen ist die wohl einfachste art die birkenfeige (ficus benjamina) zu vermehren. hierzu trennt man ca. 10 bis 15 cm lange, holzige triebspitzen von der mutterpflanze ab. anschliessend werden, bis auf drei oder vier an den spitzen, die blätter entfernt. nun wandert das ganze ins pflanzsubstrat, sodass nur noch die spitzen mit den blättern herausragen. man kann hierfür handelsübliche blumenerde oder torfquelltöpfe verwenden. für einen buschigen wuchs werden mehrere kopfstecklinge nebeneinander platziert.

der standort für den ficus-nachwuchs sollte hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad sein. sie sollten regelmässig besprüht werden und wandern am besten unter eine schutzhülle mit lüftungslöchern.

wenn sich die ersten neuen blätter zeigen, kann man die jungen birkenfeigen langsam an das zimmerklima gewöhnen.

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