die neuesten stecklinge

zwergpfeffer (peperomia caperata)

die vermehrung des zwergpfeffer (peperomia caperata) durch blattstecklinge ist nicht schwierig und gelingt auch unter wohnzimmerbedingungen.

zuerst werden ein oder mehrere stecklinge mit einem sauberen messer (oder schere) von der mutterpflanze entfernt. den blattstiel kürzt man auf einen bis zwei zentimeter, an ihm bilden sich dann die wurzeln und triebe. die pflanztiefe beträgt zwischen einem und zwei zentimetern.

der standort für die anzucht von peperomia caperata sollte hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad sein. eine hohe luftfeuchtigkeit ist von vorteil, entweder stülpt man einen gefrierbeutel über den topf oder er wird in einem glas platziert. damit sich kein schimmel bilden kann, muss täglich gelüftet werden.

bis sich die ersten blättchen zeigen, hält man die erde (z. b. handelsübliche blumen- oder anzuchterde) nass, danach nur noch gleichmässig feucht. gedüngt werden muss nicht.

während der ersten tage können die blattstecklinge auch mal etwas durchhängen, das gibt sich dann aber irgendwann.

bei temperaturen so um die 23 grad zeigten sich die ersten wurzeln nach ca. acht wochen. vier wochen später waren die ersten blätter ausgebildet.

drehfrucht (streptocarpus cv.)

die gattung streptocarpus zählt zur familie der gesneriengewächse (gesneriaceae). im deutschen sprachraum sind ihre vertreter unter dem namen drehfrucht bekannt. im handel sind zumeist hybriden (kreuzungen, cv.) zu finden. vermehren lassen sie sich durch blattstecklinge oder samen.

streptocarpus durch blattstecklinge vermehren

die vermehrung von streptocarpus cv. durch blattstecklinge ähnelt der des (verwandten) usambaraveilchens. die drehfrucht mag es allerdings etwas luftfeuchter.

verwendet werden können ausgewachsene oder halbausgewachsene blätter.

das blatt wird mit einem sauberen messer von der mutterpflanze getrennt und wandert anschliessend ca. einen zentimeter tief ins anzuchtsubstrat. verwendet werden kann blumenerde oder ein erde-sand-gemisch im verhältnis 3:1.

der standort für die aufzucht des streptocarpus-nachwuchs sollte hell, ohne direkte sonne, bei temperaturen zwischen 20 und 25 grad sein. um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, wird eine gefrierdose oder ein gefrierbeutel über den topf gestülpt. damit kein schimmel entsteht muss täglich einmal gelüftet werden.

bis sich die ersten würzelchen und blattansätze gebildet haben, hält man die erde nass und anschliessend nur noch feucht. gedüngt werden muss nicht. sollten die blattstecklinge nach dem pflanzen etwas durchhängen, dann ist das kein grund zur beunruhigung. nach wenigen tagen berappeln sie sich (meist) wieder.

bei temperaturen so um die 23 grad hat es bis zum ausbilden der ersten blättchen ca. 12 wochen gedauert.

haworthia cymbiformis

die vertreter der gattung haworthia sind beliebte zimmerpflanzen, denn viele arten gedeihen auch an standorten, die für andere sukkulenten zu dunkel sind. in der freien natur wachsen sie oft unter büschen und bäumen und kommen so auch mit einem halbschattigen plätzchen gut zurecht. es gibt jedoch auch arten die es sonnig lieben.

haworthien sind nahe mit den gattungen aloe und gasteria verwandt und lassen sich auch mit ihnen kreuzen. sie sind einfache pfleglinge und somit auch für anfänger geeignet.

haworthia cymbiformis durch kindel vermehren

die vermehrung von haworthia cymbiformis kann durch blattstecklinge und kindel (tochterrosetten) erfolgen. hierbei wird die entsprechende menge jungpflanzen vorsichtig mit einem sauberen messer von der mutterpflanze getrennt. optimal ist es, wenn diese bereits ein paar würzelchen haben. es funktioniert jedoch auch ohne, denn die kindel sitzen meist sehr eng an der mutterpflanze, was das abnehmen mit wurzeln schwierig gestaltet.

nach dem trennen lässt man die schnittstelle für einen tag antrocknen. als anzuchtsubstrat kann kakteenerde verwendet werden. der standort für die aufzucht von haworthia cymbiformis sollte hell bis halbschattig, aber ohne direkte sonne sein. ideal sind temperaturen ab 20 grad, sowie etwas bodenwärme. aus diesem grund sind sie bei mir etwas erhöht auf der heizung platziert.

die erde wird gleichmässig feucht, aber nicht nass gehalten. sobald sich neue blätter zeigen, kann haworthia cymbiformis “normal” gegossen werden.

diese vermehrungsmethode funktioniert auch für aloe und gasteria.

marante (maranta leuconeura)

die marante (maranta leuconeura) ist nicht nur eine attraktive und beliebte zimmerpflanze, sie bringt auch “bewegung” in die heimische wohnstube. denn über nacht oder bei zu intensiver besonnung klappt sie ihre blätter hoch. sie ist im deutschen auch noch unter dem namen pfeilwurz bekannt. die pflege der marante (maranta leuconeura) –>

die vermehrung der marante (maranta leuconeura) durch stecklinge

die vermehrung der marante ist kinderleicht und kann unter wohnzimmerbedinungen erfolgen. hierzu werden die entsprechenden stecklinge von der mutterpflanze getrennt und dürfen anschliessend im wasserglas bewurzeln. dabei ist zu beachten, dass die blattknoten vom wasser bedeckt sind, denn dort erscheinen die wurzeln.

bei temperaturen +/- 20 grad zeigte maranta leuconeura bereits nach einer woche die ersten würzelchen. nach drei bis vier wochen können die jungen maranten dann eingepflanzt werden. ich habe hier handelsübliche blumenerde verwendet. die erde sollte gleichmässig feucht, aber nicht nass gehalten werden. gedüngt wird noch nicht.

binsenkaktus (rhipsalis baccifera)

aufgrund seiner hängenden, mehrere meter lang werdenden kakteenglieder, eignet sich der binsenkaktus (rhipsalis baccifera) hervorragend als ampelpflanze. er zählt zu den epiphyten (aufsitzerpflanzen) und ist ursprünglich in südamerika beheimatet. es existieren jedoch auch unterarten, z. b. in madagaskar.

der binsenkaktus (rhipsalis baccifera) lässt sich entweder durch im fachhandel zu erhaltende samen, oder über stecklinge vermehren.

die vermehrung von rhipsalis baccifera durch stecklinge

bei der stecklingsvermehrung werden mehrere, mindestens zehn zentimeter lange kakteenglieder mit einer sauberen schere von der mutterpflanze getrennt. diese dürfen anschliessend für ca. zehn tage an einem absonnigen und nicht zu warmen plätzchen trocknen. dann kann der rhipsalis-nachwuchs eingetopft werden. die pflanztiefe darf ca. ein drittel der stecklingslänge betragen. zur anzucht eignet sich ein erde-sand-gemisch, z. b. handelsübliche kakteenerde.

der standort für die anzucht des binsenkaktus sollte hell bis halbschattig und ohne direkte sonne sein. die idealen temperaturen liegen ab 20 grad. da es rhipsalis baccifera luftfeucht liebt, empfiehlt es sich eine tüte oder ähnliches über den topf zu stülpen. um der schimmelbildung vorzubeugen, muss täglich gelüftet werden.

die erde wird leicht feucht gehalten, jedoch nicht nass. wenn sich neue kakteenglieder zeigen, kann man den binsenkaktus langsam an das raumklima gewöhnen.

infos zu weiteren rhipsalis-arten und zur pflege gibt es hier: rhipsalis.

hibiskus (hibiscus rosa-sinensis)

aufgrund seiner imposanten blüten, die können gut und gerne einen durchmesser von zehn zentimetern erreichen, ist der hibiskus (hibiscus rosa-sinensis) eine beliebte zimmer- und kübelpflanze. zu erhalten ist er in vielen blütenfarben, gefüllt und ungefüllt. im deutsche ist er auch noch unter dem namen roseneibsich bekannt.

den hibiskus durch stecklinge vermehren

am einfachsten lässt sich hibiscus rosa-sinensis durch stecklinge vermehren, eine anzucht aus samen ist jedoch auch möglich. bei der stecklingsvermehrung trennt man ca. 10 bis 15 zentimeter lange triebe von der mutterpflanze. anschliessend werden die unteren blätter entfernt, sodass lediglich drei bis vier an jedem steckling verbleiben. diese wandern nun entweder ins pflanzsubstrat, oder können im wasserglas vorgezogen werden. um die bewurzelungsdauer zu ermitteln, habe ich auf die wasserglas-methode zurückgegriffen. bei tagestemperaturen so um die 22 grad und 17 grad nachts, zeigten sich bereits nach zehn tagen die ersten wurzeln.

der standort für die anzucht des hibiskus sollte hell, aber ohne direkte sonne sein. ideal sind temperaturen ab 20 grad. hibiscus rosa-sinensis liebt eine hohe luftfeuchtigkeit, es empfiehlt sich daher einen gefrierbeutel über den topf zu stülpen. um möglicher schimmelbildung vorzubeugen, sollte regelmässig gelüftet werden. die anzuchterde sollte gleichmässig feucht sein und darf weder austrocknen, noch komplett im wasser stehen. sobald sich neue triebe zeigen, kann man den gefrierbeutel entfernen.

 

orchidee (phalaenopsis hybrid)

die hybriden aus der gattung phalaenopsis zählen zu den beliebtesten orchideen. man kann sie ganzjährig im wohnzimmer kultivieren, sie benötigen keine ruhephase und sind sehr blühfreudig.

der standort sollte hell sein, morgen- und abendsonne wird vertragen. gegossen wird, in abhängigkeit von der temperatur, mässig. überschüssiges wasser muss sofort entfernt werden, denn sonst können die wurzeln faulen und die orchidee stirbt. bei mir werden die phalaenopsis zweimal täglich besprüht und während der sommermonate einmal wöchentlich, zur winterzeit alle 1,5 bis 2 wochen gegossen. die temperatur ihres winterstandorts beträgt ca. 18 grad. ich dünge nur im sommer, mit orchideendünger, monatlich in der halben konzentration.

die vermehrung der phalaenopsis durch kindel

wenn man glück hat, dann bildet die phalaenopsis am blütenstängel jungpflanzen, sogenannte kindel, auch keiki genannt aus. diese werden solange an der mutterpflanze belassen, bis sie ca. drei bis vier blätter und mindestens zwei, einige zentimeter lange luftwurzeln haben. dann werden sie mit einem sauberen messer vorsichtig von der mutter getrennt und wandern direkt ins orchideensubstrat. im fachhandel gibt es spezielles jungpflanzensubstrat, man kann jedoch auch normales orchideensubstrat zerkleinern.

das bilden von kindeln bei der phalaenopsis lässt sich übrigens durch einen rückschnitt des blütenstängels anregen. es erscheinen dann entweder neue blüten, oder kindel. die vorgehensweise ist in diesem artikel beschrieben: rückschnitt der phalaenopsis-blüte –>

die pflege der phalaenopsis –>

schusterpalmen (aspidistra)

einen teil meiner schusterpalmen (aspdistra) bestelle ich direkt bei züchtern im europäischen ausland. versandt werden sie dann in der regel ohne topf und erde. was liegt also näher, als sie bei dieser gelegenheit auch zu vermehren, wenn sie die nötige grösse haben. am einfachsten funktioniert dies durch teilung des wurzelstocks, sog. rhizomstecklinge. schusterpalmen blühen zwar, von einer geglückten vermehrung durch samen ist mir jedoch nichts bekannt.

vermehrung von schusterpalmen (aspidistra) durch rhizomstecklinge

bei der vermehrung durch rhizomstecklinge wird mit einem sauberen messer ein teilstück von der mutterpflanze abgetrennt. dieser stecklinge sollte mindestens drei blätter haben. anschliessend wird das ganze eingetopft, sodass das rhizom nur knapp mit erde bedeckt ist. der standort für die aufzucht der jungen schusterpalmen sollte halbschattig sein.

ich habe hier übrigens eine aspidistra “china sun” verwendet.

bogenhanf (sansevieria hyacinthoides)

sansevieria hyacinthoides ist ein verwandter des gelb gestreiften bogenhanf (sansevieria trifasciata), unterscheidet sich von diesem zimmerpflanzen-klassiker jedoch durch die blattform und die färbung. die blätter von sansevieria hycinthoides sind lanzettlich und sitzen auf einem kurzen stiel. gepflegt wird er wie s. trifasciata, der standort sollte jedoch etwas heller und sonnig sein.

die vermehrung von sansevieria hyacinthoides durch rhizomstecklinge

als rhizom wird ein unter oder direkt auf der erde wachsender “ausläufer” bezeichnet. es ähnelt einer wurzel, ist jedoch keine. an seinen enden bilden sich neue pflanzen mit ihren wurzeln. nachdem meine sansevieria hyacinthoides mit jedem tag ein weniger schräger dastand, bemerkte ich, dass einige ausläufer nach unten gewachsen waren anstatt in richtung oberfläche. diese hatten zum teil schon kleine blätter gebildet. diese rhizomstecklinge habe ich nun mit einem sauberen messer von der mutterpflanze getrennt und direkt in kakteenerde gegeben.

der standort für die aufzucht der jungpflanzen sollte hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad sein. gegossen wird mässig, immer dann, wenn das pflanzsubstrat angetrocknet ist. an die direkte sonne muss der sansevieria hyacinthoides-nachwuchs erst gewöhnt werden.

begonie, schiefblatt (begonia albopicta)

neben ihren ca. 1,5 cm grossen blüten (weiss, rosa), besticht begonia albopicta auch noch durch ihre weiss gepunkteten blätter. den namen schiefblatt tragen begonien übrigens aufgrund ihrer die blätter in ungleiche teile trennende blattader.

der standort dieser bis über einen meter hoch werdenden zimmerpflanze sollte hell bis halbschattig sein, aber ohne direkte sonne. gegossen wird feucht, aber nicht nass. das austrocknen der topferde und staunässe werden nicht vertragen. übersommern kann man begonia albopicta an einem halbschattigen plätzchen im garten. gedüngt wird während des sommers alle drei bis vier wochen und während des winters nicht.

die vermehrung der begonie (begonia albopicta) durch stecklinge

die vermehrung durch stecklinge gestaltet sich bei begonia albopicta problemlos. hierzu werden einige triebstecklinge von der mutterpflanze entfernt und direkt ins pflanzsubstrat gegeben. man kann sie auch im wasserglas vorziehen, die ersten wurzeln zeigen sich nach zwei bis drei wochen. der standort für die anzucht sollte hell bis halbschattig, bei temperaturen um die 20 grad sein. als pflanzsubstrat eignet sich handelsübliche blumenerde, diese muss gleichmässig feucht gehalten werden.

meine begonie bildete bereits während des anwurzelns im wasserglas ein paar blüten aus.

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