die neuesten stecklinge

strahlenaralie (schefflera arboricola)

die strahlenaralie (schefflera arboricola) ist ein relativ problemloser pflegling, wenn man sie nicht gerade der zugluft aussetzt. ihr standort sollte hell, aber ohne die pralle mittagssonne sein, gegossen wird mässig, aber regelmässig, staunässe gilt es zu vermeiden. die strahlenaralie kann auch an einem geeigneten platz im garten übersommern. sie freut sich, wenn man sie gelegentlich mal besprüht.

vermehren lässt sich schefflera arboricola durch triebsteckling und blattstecklinge. da mir letzteres unbekannt war, habe ich mal zwei blätter im wasserglas vorgezogen. bereits nach vier wochen zeigte sich bei einem der beiden die erste wurzel. beim zweiten blatt rührt sich noch nichts. gezogen wird das strahlenaralien-blatt bei mir im beheizten zimmergewächshaus, bei temperaturen zwischen 25 und 30 grad. nach dem eintopfen darf es nun für ein paar tage nass stehen, denn das würzelchen erscheint mir doch noch sehr klein. bin mal gespannt wann sich die ersten blätter zeigen.

nach mittlerweile 2,5 monaten hat die junge schefflera zwar fleissigst würzelchen gebildet, in sachen blätter jedoch ist noch nichts zu erkennen.

echte feige (ficus carica)

die echte feige (ficus carica) kann mehrere meter hoch werden und benötigt einen vor zugluft geschützten standort, z. b. an einer hauswand. in kälteren regionen sollte man sie im kübel kultivieren und im haus überwintern. ihre essbaren früchte, die feigen, beherbergen die blüten. der standort sollte vollsonnig sein.

die vermehrung der echten feige (ficus carica) durch triebstecklinge

bei der vermehrung durch triebstecklinge wird ein ca. 10 zentimeter langer seitentrieb von der mutterpflanze abgeschnitten und gegebenenfalls die unteren blätter entfernt. der ficus carica-triebsteckling kann direkt im garten gepflanzt werden und sollte dort hell, vor zugluft geschützt aber ohne direkte sonne stehen. dies geschieht am besten im frühjahr (april/mai).

für die anzucht im zimmer kann normale blumenerde verwendet werden. auch hier sollte der standort hell und ohne direkte sonne sein. die erde sollte gleichmässig feucht, aber nicht nass gehalten werden.

baumfreund (philodendron erubescens)

mit seinen bis zu 50 zentimeter lang und 20 zentimeter breit werdenden blättern wird philodendron erubescens um einiges grösser als sein verwandter, der kletterphilodendron (philodendron scandens). wie sein kleiner verwandter ist auch er eine rankepflanze und benötigt ab einer gewissen grösse eine rankehilfe. im deutschen ist er unter dem namen baumfreund bekannt.

philodendron erubescens mag einen hellen bis halbschattigen standort, ohne direktes sonnenlicht. die topferde sollte gleichmässig feucht, jedoch nicht nass gehalten werden. zimmertemperatur wird ganzjährig gut vertragen, sie sollte nicht über längere zeit unter 12 grad abfallen. gedüngt wird während des sommers einmal monatlich mit der halben düngermenge, während des winters werden die düngergaben reduziert.

philodendron erubescens durch triebstecklinge vermehren

zur vermehrung durch triebstecklinge entfernt man am besten einen seitentrieb oder den kopftrieb, wenn man philodendron erubescens z. b. kürzen muss. an der schnittstelle bildet die mutterpflanze dann nach einiger zeit neue triebe, wie an dem hier verwendeten steckling zu erkennen ist. die triebstecklinge kann man direkt ins pflanzsubstrat geben. der platz für die anzucht sollte hell bis halbschattig sein, bei temperaturen nicht unter 16 grad. um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen wird ein gefrierbeutel über die jungpflanzen gestülpt. bei temperaturen zwischen 20 und 25 grad zeigen sich bereits nach ca. vier wochen die ersten neuen blätter.

die entwicklung vom (fast) unbewurzelten steckling bis zur kräftigen jungpflanze, hat gute drei monate gedauert. auf dem bild rechts ist der junge philo neun monate alt.

tipp

will man mehrere exemplare des baumfreund (philodendron erubescens) heranziehen, dann eigenet sich hierfür die vermehrung durch stammstecklinge –>

spinnweben-hauswurz (sempervivum arachnoideum)

der spinnweben-hauswurz (sempervivum arachnoideum) eignet sich hervorragend zur bepflanzung von steingärten, steinen und auch von mauerwerk. der standort sollte vollsonnig sein, ist er zu dunkel platziert, dann reckt er sich unschön dem licht entgegen. aufgrund der wasserspeichernden eigenschaften seiner blätter übersteht er auch längere trockenperioden sehr gut. er sollte nicht neben stark wachsenden gartenpflanzen platziert werden, die ihn überwuchern können.

den spinnweben-hauswurz durch tochterrosetten vermehren

der spinnwebenhauswurz (sempervivum arachnoideum) bildet ausläufer, an deren enden sich tochterrosetten befinden. wenn diese eine grösse von ca. einem zentimeter erreicht haben, trennt man sie von der mutterpflanze, sodass ein stil von einem bis zwei zentimeter länge an der tochterrosette erhalten bleibt. daraus entwickeln sich dann die wurzeln.

den spinnweben-hauswurz-nachwuchs kann man direkt an einer geeigneten stelle im garten auspflanzen. möchte man ihn im topf vorziehen, dann kommt idealerweise kakteenerde zum einsatz. die topferde sollte mässig feucht gehalten werden und darf auch mal austrocknen.

tipp

der spinnweben-hauswurz (sempervivum arachnoideum) sollte in gruppen gepflanzt werden, so kommt er besonders gut zur geltung.

blattbegonie (begonia rex)

das auch zierpflanzen nicht immer so wollen, wie wir uns das vorstellen, durfte ich bei meinem vermehrungsversuch von begonia rex erfahren. hatte ich doch den tipp erhalten, die blattbegonie liesse sich vermehren, indem man die blattadern anschneidet und das blatt anschliessend auf die erde drückt.

zuerst habe ich also versucht, das begonien-blatt mit kieselsteinen anzudrücken, was aber nur von mässigem erfolg gekrönt wurde. dann habe ich es festgenagelt und siehe da, das blatt lag fest auf. allerdiedings hat es sich dann im laufe der zeit immer mehr abgelöst, die stellen rund um die nägel wurden trocken und porös. ein austrieb war auch nach vier wochen nicht zu erkennen.

als ich das ganze dann nach einer weiteren woche entsorgen wollte, konnte ich zu meiner freude dann doch noch einen austrieb entdecken, am blattschaft. dieser hatte wohl den nötigen kontakt zum pflanzsubstrat.

die vermehrung von begonia rex durch blattstecklinge

bei der vermehrung durch blattstecklinge wird ein blatt von der mutter-begonie getrennt und der stil am blattschaft abgeschnitten. dann wandert das ganze direkt ins pflanzsubstrat, sodass der blattschaft ca. einen zentimeter mit erde bedeckt ist. der standort zur aufzucht von begonia rex sollte hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad sein. sie benötigt eine hohe luftfeuchtigkeit, es empfiehlt sich daher das ganze entweder mit einem gefrierbeutel abzudecken oder ein minitreibhaus zu verwenden.

christusdorn (euphorbia milii)

der christusdorn (euphorbia milii) zählt zur familie der wolfsmilchgewächse und wird in seiner heimat auch als hecke kultiviert. auch in der heimischen wohnstube kann diese aus madagaskar stammende zimmerpflanze schnell eine stattliche grösse erreichen. der standort sollte ganzjährig warm und sonnig sein und die erde gut wasserdurchlässig. gegossen wird, wenn die topferde ausgetrocknet ist.

der christusdorn (euphorbia milii) lässt sich sehr leicht durch triebstecklinge vermehren, hierbei ist jedoch vorsicht angesagt, zum einen aufgrund seiner stacheln und zum anderen wegen seines milchigen, giftigen safts.

den christusdorn durch triebstecklinge vermehren

die für diese vermehrungsmethode verwendeten triebspitzen sollten eine länge von ca. 10 zentimetern haben. nach dem schneiden gibt man sie für eine halbe stunde in ein glas mit lauwarmem wasser um den saftfluss zu stoppen. dann werden die unteren blätter entfernt und der steckling wandert für ein bis zwei tage an ein lauschiges plätzchen, damit die schnittstelle trocknen kann. anschliessend gibt man ihn direkt ins pflanzsubstrat. idealerweise wäre dies kakteenerde, normale blumenerde funktioniert jedoch auch.

der standort für den christusdorn-nachwuchs sollte sonnig sein und bei temperaturen ab 20 grad. gegossen wird mässig aber regelmässig, sodass die topferde leicht feucht ist. um den jungpflanzen eine höhere luftfeuchtigkeit zu bieten, kann man den topf unter einen gefrierbeutel geben. die betonung liegt hier auf kann.

der christusdorn (euphorbia milii) lässt sich bei geeigneten temperaturen das ganze jahr über vermehren.

schlangenkaktus (aporocactus flagelliformis)

der schlangenkaktus (aporocactus flagelliformis) benötigt einen hellen bis halbschattigen standort und kann von mai bis oktober auch im garten oder auf dem balkon kultiviert werden. während dieser zeit sollte er gut bewässert werden, gegossen wird immer wenn das pflanzsubstrat getrocknet ist. überwintert wird er hell, bei temperaturen zwischen 10 und 14 grad, während dieser zeit sollte man ihn beinahe trocken halten. weiterer name: peitschenkaktus.

die vermehrung des schlangenkaktus durch stecklinge

aporocactus flagelliformis lässt sich relativ einfach durch stecklinge vermehren. hierfür werden ca. 10 zentimeter lange triebspitzen von der mutterpflanze entfernt und wandern für vier bis sieben tage an ein schattiges plätzchen damit die schnittfläche trocknen kann. eingetopft werden die schlangenkaktus-stecklinge in kakteenerde, sodass sie ungefähr zu drei zentimetern mit der erde bedeckt sind. der standort für die anzucht sollte hell, aber ohne die pralle mittagssonne, bei temperaturen ab 20 grad sein. das pflanzsubstrat wird gleichmässig feucht, aber nicht nass gehalten.

kletterfeige (ficus pumila)

die kletterfeige (ficus pumila) liebt einen hellen oder halbschattigen standort ohne die pralle mittagssonne und ist u. a. mit der birkenfeige (ficus benjamina) verwandt. der topfballen sollte gleichmässig feucht, aber nicht nass gehalten werden. trocknet die erde aus, dann wirft die kletterfeige schnell ihre blätter ab. zimmertemperatur wird ganzjährig gut vertragen, eine ruhephase ist nicht notwendig.

die vermehrung der kletterfeige durch triebstecklinge

hierbei werden ein oder mehrere triebe von der mutterpflanze abgenommen und in ca. fünf zentimeter lange teilstücke geteilt. anschliessend werden die unteren blätter entfernt bis auf drei oder vier. die triebstecklinge der kletterfeige (ficus pumila) kommen nun direkt ins pflanzsubstrat (gewöhnliche blumenerde oder kakteenerde) und wandern an einen hellen und warmen ort (mindestens 20 grad).

da ficus pumila eine hohe luftfeuchtigkeit liebt, sollten die jungpflanzen abgedeckt werden bis sich die ersten neuen blätter zeigen.

vom eintopfen der stecklinge bis zur kräftigen jungpflanze sind ca. vier monate vergangen. nun wird die junge kletterfeige langsam an das raumklima gewöhnt.

passionsblume (passiflora caerulea)

die passionsblume (passiflora caerulea) besticht vor allem durch ihre wunderschönen blüten und ist ein echter zimmerpflanzen-klassiker. die gattung passiflora umfasst ca. 400 arten, die maracuja zählt auch dazu. passionsblumen sind kletterpflanzen und lieben einen sonnigen und warmen standort. während des winters sollten sie kühler stehen, bei temperaturen unter zwölf grad. gegossen wird feucht, aber nicht nass.

die passionsblume durch stammstecklinge vermehren

hierzu wird ein trieb der mutterpflanze so getrennt, dass mehrere zwischen fünf und zehn zentimeter grosse teilstücke entstehen. jedes teilstück sollte mindestens zwei augen haben (siehe roter kreis), die blätter am unteren auge werden entfernt. jetzt kann man die passiflora-stecklinge direkt in die erde geben. ich habe hier kakteenerde verwendet, normale blumenerde tut es jedoch auch. anschliessend wandert das ganze unter eine durchsichtige plastiktüte und wird hell, ohne direkte sonne und bei temperaturen ab 20 grad platziert.

tipp

passiflora lässt sich auch über samen vermehren, diese kann man z. b. aus den samen einer handelsüblichen maracuja (passiflora edulis) gewinnen.

orchidee (dendrobium phalaenopsis)

an der vermehrung von dendrobium phalaenopsis habe ich mich bereits vor ein paar wochen versucht. damals habe ich ein kindel von der mutterpflanze getrennt und eingetopft. bis heute ist in dieser sache weder ein fort- noch ein rückschritt zu erkennen.

da meine dendrobium phalaenopsis jedoch ständig neue kindel ausbildet, kam mir heute die idee es nochmals zu versuchen. diesmal habe ich direkt unter dem kindel einen topf mit zerkleinerter orchideen-erde befestigt, sodass sich die jung-orchidee erstmal am gewohnten standort entwickeln kann.

wenn sie dann die entsprechende grösse erreicht hat, wird sie von der mutterpflanze getrennt. und ich spare mir das gedöns, noch ein weiteres töpfchen rumstehen zu haben.

(update januar 2008) wie es weiterging: die vermehrung von dendrobium phalaenopsis –>

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