wasserkelch (cryptocoryne)
wasserkelche (cryptocoryne) kann man durch rhizomstecklinge vermehren – muss man aber nicht. denn sie bilden fleissig tochterpflanzen aus. wie auch die gattung anubias, zählen sie zu den aronstabgewächsen.

wasserkelche (cryptocoryne) kann man durch rhizomstecklinge vermehren – muss man aber nicht. denn sie bilden fleissig tochterpflanzen aus. wie auch die gattung anubias, zählen sie zu den aronstabgewächsen.

die speerblätter (anubias) sind beliebte aquarienpflanzen, die sich aber auch für die sumpfige kultur eignen. am einfachsten vermehren lassen sie sich durch rhizomstecklinge. wie das geht und weitere infos gibt es hier: anubias (speerblatt).

das sich einige pflanzen durch blattstecklinge vermehren lassen, ist ja hinreichend bekannt. aber die gabe, an diesen stecklingen tochterknollen auszubilden, besitzen nur wenige arten, wie z. b. die ananaslilie (eucomis autumnalis).

das ehemalige hyazinthengewächs (jetzt scilloideae) stammt aus südafrika und blüht in weiß. wie das ganze funktioniert, kann man hier nachlesen: eucomis vermehren.
mit dem verwandten ornithogalum habe ich es ebenfalls versucht, die mitglieder dieser gattung scheinen diese gabe jedoch nicht zu besitzen.
viele kakteen-arten lassen sich sehr einfach durch stecklinge vermehren. wie man dabei vorgehen kann, habe ich hier beschrieben: kakteen vermehren. auf der seite gibt es noch weitere infos zur kultur von seltenen kakteen, wie z. b. dem unten abgebildeten pereskiopsis (blattkaktus).

das zitronengras (cymbopogon citratus) ist in der asiatischen küche sehr beliebt, eignet sich aber auch für “klassische” gerichte. wenn man ihnen eine zitronig-fruchtige note verleihen will. botanisch eingeordnet ist es in die familie der süßgräser (poaceae).
die nicht winterharte pflanze kann über einen meter hoch werden, bleibt im topf jedoch kleiner. zur stecklingsvermehrung kann man das frische zitronengras aus dem asialaden verwenden.
wie man am ersten bild unschwer erkennen kann, habe ich bei zwei der stecklinge das vertrocknete ende (mit einem sauberen messer) entfernt. das waren die beiden, die wurzeln gebildet haben. die anderen leben zwar immer noch, aber von wurzeln ist weit und breit noch nichts zu sehen.
nach dem schnitt gibt man die stecklinge in ein zu ca. drei zentimeter mit wasser befülltes glas. das wandert an einen möglichst hellen und warmen (>20 grad) standort. einmal die woche sollte man kontrollieren, ob sie das wasser aufgebraucht haben.
die ersten wurzelspitzen zeigten sich nach ungefähr vier wochen, bis sie eine pflanzfähige grösse erreicht hatten, vergingen weitere vier wochen.
abgestorbene blätter sollte man vor dem einpflanzen vorsichtig entfernen. als substrat habe ich handelsübliche kakteenerde verwendet.
der ideale standort für die aufzucht des zitronengras ist hell, bei temperaturen ab 20 grad. je grösser die pflanzen werden, desto mehr direkte sonne wird vertragen.
die erde hält man gleichmässig feucht, aber nicht nass. gegossen wird erst, wenn das substrat an der oberfläche angetrocknet ist. während des sommers platziert man das zitronengras am besten im garten oder auf dem balkon.
die gattung lotus zählt zur familie der hülsenfrüchtler (fabaceae) und beinhaltet mehr als 100 arten. mit den lotosgewächsen (“seerosen”, nelumbonaceae) sind die umgangssprachlich als hornklee bekannten pflanzen nicht verwandt. einige arten sind auch bei uns heimisch.
der gefleckte hornklee (lotus maculatus) stammt aus teneriffa und eignet sich aufgrund seines hängenden wuchses zur bepflanzung von balkonkästen oder blumenampeln. er kann durch samen oder stecklinge vermehrt werden. wenn man z. b. keinen platz hat um die pflanze zu überwintern.
um einen kompakte form zu erhalten, entfernt man drei oder mehr stecklinge mit einer sauberen schere von der mutterpflanze. diese kann man entweder im wasserglas bewurzeln lassen, oder direkt einpflanzen.
das substrat sollte gut wasserdurchlässig sein, ich habe handelsübliche kakteenerde verwendet. diese hält man gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass. sobald das wachstum der triebe einsetzt, lässt man die erde zwischen den wassergaben gut an-, aber nicht völlig austrocknen.
der ideale standort für die aufzucht des gefleckten hornklees ist sonnig und hell, bei temperaturen ab 20 grad.
der gefleckte hornklee gedeiht am besten an einem sonnigen standort. er ist nicht winterhart und sollte erst auf den balkon kommen, wenn die temperaturen beginnen dauerhaft über fünf grad zu liegen.
als substrat eignet sich handelsübliche kakteenerde. vom frühjahr bis in den herbst kann man durchdringend giessen. lotus maculatus erhält dann soviel wasser, bis die erde nichts mehr aufnimmt. damit keine staunässe entsteht, sollte der balkonkasten löcher haben. vor der nächsten wassergabe lässt man die erde dann gut an-, aber nicht ganz austrocknen.
beim düngen ist weniger mehr. ich verabreiche von april bis september einmal im monat flüssigdünger in der halben konzentration. neu gekaufte oder frisch umgetopfte pflanzen benötigen die ersten acht wochen keine düngergabe.
der gefleckte hornklee kann hell und kühl, bei temperaturen so um die zehn grad überwintert werden. dann hält man ihn entsprechend trockener und düngt nicht.
soll er wieder kompakt austreiben, dann schneidet man ihn im frühjahr zurück.
die gattung tradescantia beinhaltet ca. 70 mitglieder und zählt zur familie der commelinagewächse (commelinaceae). einige der arten werden mittlerweile der verwandten gattung callisia zugeordnet. umgangssprachlich sind sie als dreimasterblumen bekannt. von tradescantia fluminensis (syn. t. albiflora) gibt es verschiedene formen, sie ist mit grünen oder weiss gestreiften blättern (variegata) zu erhalten. sie stammt aus südamerika.
die vermehrung von tradescantia fluminensis durch stecklinge ist kinderleicht. einfach die entsprechende menge triebe von der mutterpflanze entfernen, im wasserglas für ca. vier wochen bewurzeln lassen und dann einpflanzen. als substrat kann handelsübliche blumenerde verwendet werden.
man kann die stecklinge der dreimasterblume aber auch direkt in erde pflanzen. diese hält man in den ersten vier wochen nass und anschliessend nur noch leicht feucht. der topf muss nicht abgedeckt werden.
der ideale standort für die anzucht der dreimasterblume ist hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 17 grad. gedüngt werden muss in den ersten zwölf wochen nicht.
die vermehrung kann ganzjährig erfolgen.
die oben gezeigten stecklinge stammen übrigens von tradescantia fluminensis “variegata”. da die mutterpflanze in einem dunklen treppenhaus vor sich hinwuchs, zeigen die blätter auch nur wenige weisse streifen, denn zum ausbilden ihrer blattmusterung benötigt die pflanze einen hellen standort.
die dreimasterblume (tradescantia fluminensis) gedeiht am besten an einem hellen standort, ohne direkte mittagssonne, kommt aber auch noch mit einem halbschattigen plätzchen noch zurecht. sie kann das ganze jahr über bei zimmertemperatur kultiviert werden und sollte während des winters nicht für längere zeit unter 15 grad platziert sein.
die erde hält man gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass. das oberflächliche antrocknen zwischen den wassergaben wird vertragen, ganz austrocknen sollte sie aber nicht.
zum düngen eignen sich stäbchen oder flüssigdünger, jeweils in der halben konzentration. ich verabreiche von april bis september einmal im monat die flüssige variante. neu gekaufte oder kürzlich umgetopfte tradescantien müssen die ersten sechs bis acht wochen nicht gedüngt werden.
die gattung callisia zählt zur familie der commelinagewächse (commelinaceae) und beinhaltet ca. 20 arten. einige davon waren früher der gattung tradescantia zugeordnet. so ist auch callisia navicularis noch unter ihrem alten namen tradescantia navicularis bekannt. ein deutscher name für die ursprüngliche aus mexiko stammende zimmerpflanze scheint nicht zu existieren.
an ihren ausläufern bildet callisia navicularis seitentriebe. die eignen sich hervorragend zur stecklingsvermehrung, da sie meist schon einen wurzelansatz mitbringen.
die seitentriebe kann man durch leichtes drehen von der mutterpflanze lösen. vor dem eintopfen lässt man die bruchstelle für einen tag antrocknen.
die erde sollte gut wasserdurchlässig sein und mineralische anteile enthalten. es kann handelsübliche kakteenerde verwendet werden. diese hält man in den ersten vier wochen gleichmässig leicht feucht. dann kann man dazu übergehen, “normal” zu giessen, also das substrat zwischen den wassergaben gut an-, aber nicht völlig austrocknen zu lassen.
der ideale standort für die aufzucht von callisia navicularis ist hell, ohne direkte mittagssonne, bei temperaturen ab 20 grad. etwas morgen- oder abendsonne werden vertragen.
mit dem echten weihrauch (boswellia) ist die weihrauchpflanze (plectranthus coleoides) nicht verwandt, ihren deutschen namen trägt sie aufgrund ihres weihrauchähnlichen duftes. diesen verströmt sie übrigens nicht erst wenn man an ihr reibt. dies gilt es zu beachten, will man sie als zimmerpflanze kultivieren. sie ist auch noch unter dem namen harfenstrauch bekannt.
gerade ältere weihrauchpflanzen können etwas unansehlich werden, dann empfiehlt sich eine verjüngung durch stecklinge. hierzu wird ein ausläufer so geteilt, dass mehrere stecklinge mit je einem oder zwei seitentrieben entstehen. nun werden die unteren seitentriebe entfernt und die stecklinge wandern direkt in die erde. es kann handelsübliche blumenerde verwendet werden. um einen kompakten wuchs zu erhalten, werden mehrere stecklinge gepflanzt.
der ideale standort für die anzucht der weihrauchpflanze ist hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad. das pflanzsubstrat sollte gleichmässig feucht gehalten werden.
plectranthus coleoides zählt zu den schnell anwurzelnden pflanzen und hat nach acht wochen bereits ordentlich an grösse zugelegt (letztes bild).
die weihrauchpflanze eignet sich hervorragend zur bepflanzung von blumenampeln oder balkonkästen. ihre ausläufer können ohne weiteres eine länge von zwei metern erreichen. winterhart ist sie nicht, sie sollte also erst auf den balkon kommen, wenn nicht mehr mit frost zu rechnen ist.
der ideale standort ist sonnig und hell. als substrat kann handelsübliche blumenerde verwendet werden. diese hält man gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass. während der ganz heissen sommertage kann unter umständen tägliches giessen angesagt sein, da die pflanzen dann entsprechend mehr wasser verbrauchen und sich der blumenkasten erwärmt.
zum düngen eignen sich stäbchen oder flüssigdünger, jeweils in der halben konzentration. die flüssige variante kann einmal im monat verabreicht werden. neu gekaufte oder frisch umgetopfte weihrauchpflanzen benötigen die ersten sechs bis acht wochen keine düngergabe.
überwintern kann man die weihrauchpflanze an einem hellen bis halbschattigen plätzchen, bei temperaturen zwischen 10 und 15 grad. dann hält man ihn entsprechend trockener und düngt nicht. die erde sollte aber nicht ganz austrocknen. die langen ausläufer kann man bis auf zehn zentimeter länge kürzen.
wird bei zimmertemperatur überwintert, dann sollte plectranthus coleoides möglichst hell platziert sein. giessen kann man wie gewohnt, gedüngt wird nicht. sollten sich aufgrund des geringeren lichtangbots vergeilte triebe bilden, dann schneidet man im frühjahr zurück.
die vertreter der gattung sinningia werden umgangssprachlich als gloxinien bezeichnet. botanisch sind sie der familie der gesneriengewächse (gesneriaceae) zugeordnet. ihr natürliches verbreitungsgebiet erstreckt sich von zentral- bis nach südamerika.
das wichtigste was man für die vermehrung der gloxinie durch blattstecklinge mitbringen sollte, ist geduld. vom eintopfen bis zu den ersten blättern hat es nämlich sechs monate gedauert. und das trotz temperaturen von ca. 25 grad während des tages.
das blatt wird mit einer sauberen schere von der mutterpflanze getrennt. dann wandert es bis zum anschlag ins substrat. ich habe hier handelsübliche kakteenerde verwendet, die überwiegend aus humus und ein klein wenig sand zusammengesetzt ist.
der ideale standort zur anzucht der sinningia-stecklinge ist hell, ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad. um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, kann man einen gefrierbeutel über den topf stülpen. damit sich kein schimmel bildet, muss das ganze einmal täglich gelüftet werden.
das substrat hält man gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass. gedüngt werden muss nicht.
sollte das blatt irgendwann beginnen zu faulen, muss dies nicht bedeuten, dass das anwachsen der gloxinie missglückt ist. nach ca. fünf monaten hatte das stecklingsblatt begonnen sich zu verabschieden, kurz darauf zeigten sich die ersten blätter. wenn man den topf nicht zu gross wählt, kann man sehr einfach kontrollieren ob sich was tut. wenn ja, kann man durch die löcher im boden die wurzeln erkennen.
hat der gloxinien-nachwuchs erstmal ausgetrieben, geht der rest dafür sehr schnell. nur acht wochen später gab es die ersten blüten zu bestaunen.