zimmerpflanzen

passionsblume (passiflora caerulea)

die passionsblume (passiflora caerulea) besticht vor allem durch ihre wunderschönen blüten und ist ein echter zimmerpflanzen-klassiker. die gattung passiflora umfasst ca. 400 arten, die maracuja zählt auch dazu. passionsblumen sind kletterpflanzen und lieben einen sonnigen und warmen standort. während des winters sollten sie kühler stehen, bei temperaturen unter zwölf grad. gegossen wird feucht, aber nicht nass.

die passionsblume durch stammstecklinge vermehren

hierzu wird ein trieb der mutterpflanze so getrennt, dass mehrere zwischen fünf und zehn zentimeter grosse teilstücke entstehen. jedes teilstück sollte mindestens zwei augen haben (siehe roter kreis), die blätter am unteren auge werden entfernt. jetzt kann man die passiflora-stecklinge direkt in die erde geben. ich habe hier kakteenerde verwendet, normale blumenerde tut es jedoch auch. anschliessend wandert das ganze unter eine durchsichtige plastiktüte und wird hell, ohne direkte sonne und bei temperaturen ab 20 grad platziert.

tipp

passiflora lässt sich auch über samen vermehren, diese kann man z. b. aus den samen einer handelsüblichen maracuja (passiflora edulis) gewinnen.

orchidee (dendrobium phalaenopsis)

an der vermehrung von dendrobium phalaenopsis habe ich mich bereits vor ein paar wochen versucht. damals habe ich ein kindel von der mutterpflanze getrennt und eingetopft. bis heute ist in dieser sache weder ein fort- noch ein rückschritt zu erkennen.

da meine dendrobium phalaenopsis jedoch ständig neue kindel ausbildet, kam mir heute die idee es nochmals zu versuchen. diesmal habe ich direkt unter dem kindel einen topf mit zerkleinerter orchideen-erde befestigt, sodass sich die jung-orchidee erstmal am gewohnten standort entwickeln kann.

wenn sie dann die entsprechende grösse erreicht hat, wird sie von der mutterpflanze getrennt. und ich spare mir das gedöns, noch ein weiteres töpfchen rumstehen zu haben.

(update januar 2008) wie es weiterging: die vermehrung von dendrobium phalaenopsis –>

purpurtute (syngonium podophyllum)

die zur familie der aronstabgewächse gehörende purpurtute (syngonium podophyllum) besticht vor allem durch ihre blattzeichnung. an die pflege stellt sie keine besonderen ansprüche, in sachen standort hell bis halbschattig, der topfballen sollte gleichmässig feucht sein, bei temperaturen zwischen 17 und 25 grad. lediglich die luftfeuchtigkeit darf etwas höher sein.

die vermehrung der purpurtute durch stamm- und kopfstecklinge

hierzu wird die gewünschte anzahl triebe mit einem sauberen messer von der mutterpflanze getrennt. in diesem fall habe ich einen trieb entfernt und diesen dann nochmals geteilt. für einen kompakten wuchs sollte man mehere triebe nebeneinander platzieren. die stecklinge kann man entweder im glas vorziehen, einfacher ist es jedoch, wenn man sie direkt in die topferde gibt. nun wird das ganze hell, ohne direkte sonne und bei temperaturen ab 20 grad platziert.

tipp

die purpurtute (syngonium podophyllum) eignet sich hervorragend zur kultivierung in blumenampeln oder an einem spalier.

punktblume (hypoestes phyllostachya)

die punktblume (hypoestes phyllostachya) liebt einen hellen und warmen standort, bei ganzjährig zwischen 18 und 25 grad, ohne direktes sonnenlicht. steht sie zu dunkel, kann dies ihre blattzeichung beeinträchtigen. man erhält sie mit weiss-grünen und rot-grünen blättern. weitere namen: tüpfelblume, hüllenklaue.

die vermehrung der punktblume durch kopfstecklinge

die punktblume (hypoestes phyllostachya) lässt sich sehr einfach durch kopfstecklinge vermehren. man trennt die gewünschte menge triebspitzen von der mutterpflanze ab und entfernt die unteren blätter. dann gibt man die stecklinge ins pflanzsubstrat, entweder handelsübliche blumenerde oder ein sand-torf-gemisch. um dem punktblumen-nachwuchs einen kompakten wuchs zu verleihen, setzt man mehrere stecklinge. der standort sollte hell und bei temperaturen ab 20 grad sein. die topferde wird gleichmässig feucht gehalten, jedoch nicht nass. punktblumen benötigen eine hohe luftfeuchtigkeit, daher sollten die jungpflanzen abgedeckt sein. sobald sich neue blätter zeigen, kann man sie langsam an das raumklima gewöhnen.

kletterphilodendron (philodendron scandens)

mit seinen nur ca. 10 cm gross werdenden blättern zählt der kletterphilodendron (philodendron scandens) zu den kleinbleibenden philodendron-arten. in sachen standort mag er es gerne hell bis halbschattig, ohne die pralle sonne bei zimmertemperatur ganzjährig. er ist auch noch unter dem namen baumfreund bekannt.

der kletterphilodendron (philodendron scandens) lässt sich problemlos über kopfstecklinge und stammstecklinge vermehren.

die vermehrung von philodendron scandens durch stamm- und kopfstecklinge

hierzu wird ein geeigneter ausläufer vom mutter-philodendron abgetrennt und geteilt, sodass jedes teilstück ein blatt, bzw. ein auge enthält. das ganze wandert nun ins pflanzsubstrat, die kleinen luftwurzeln müssen von der erde bedeckt sein. um kompakte jungpflanzen zu erhalten, sollte man mehrere teilstücke in einen topf geben.

der standort für den kletterphilodendron-nachwuchs sollte hell (keine direkte sonne) sein, bei temperaturen ab 20 grad. die topferde darf direkt nach dem einpflanzen nass sein, sobald sich die ersten blätter zeigen wird dann “normal” gegossen.

tipp

man kann den kletterphilodendron (philodendron scandens) auch “sanft” vermehren indem man einen mit erde gefüllten topf neben die mutterpflanze stellt und einen ausläufer auf die erde legt. ist dieser angewurzelt, wird er von der mutterpflanze getrennt.

birkenfeige (ficus benjamina)

die birkenfeige (ficus benjamina) oder auch kleinblättriger gummibaum ist eine aus indien stammende feigenart und zählt wohl zu den bekanntesten zimmerpflanzen. man kann sie über kopfstecklinge, stammstecklinge und durch abmoosen vermehren. verwandt ist sie u. a. mit der kletterfeige (ficus pumila).

vermehrung durch kopfstecklinge

die verwendung von kopfstecklingen ist die wohl einfachste art die birkenfeige (ficus benjamina) zu vermehren. hierzu trennt man ca. 10 bis 15 cm lange, holzige triebspitzen von der mutterpflanze ab. anschliessend werden, bis auf drei oder vier an den spitzen, die blätter entfernt. nun wandert das ganze ins pflanzsubstrat, sodass nur noch die spitzen mit den blättern herausragen. man kann hierfür handelsübliche blumenerde oder torfquelltöpfe verwenden. für einen buschigen wuchs werden mehrere kopfstecklinge nebeneinander platziert.

der standort für den ficus-nachwuchs sollte hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad sein. sie sollten regelmässig besprüht werden und wandern am besten unter eine schutzhülle mit lüftungslöchern.

wenn sich die ersten neuen blätter zeigen, kann man die jungen birkenfeigen langsam an das zimmerklima gewöhnen.

usambaraveilchen (saintpaulia ionantha)

das usambaraveilchen (saintpaulia ionantha) ist ein echter klassiker der fensterbank. man kann es mit gewellten, gefüllten blüten und in fast allen farben erhalten. der standort sollte hell bis halbschattig sein, ohne die pralle sonne. gegossen wird mässig (nur in den untersetzer!), der topfballen darf nicht zu nass sein. das usambaraveilchen lässt sich kinderleicht durch blattstecklinge vermehren.

das usambaraveilchen durch blattstecklinge vermehren

hierzu schneidet man ein gut entwickeltes blatt samt ca. 3 bis 4 cm stiel ab und topft es leicht schräg ein. als pflanzsubstrat kann man entweder handelsübliche blumenerde verwenden, oder diese mit sand im verhältnis 2:1 mischen. anschliessend wird das ganze an einem hellen ort, ohne direktes sonnenlicht und bei temperaturen zwischen 20 und 25 grad platziert. das pflanzsubstrat hält man nun feucht, aber nicht nass. die ersten blättchen zeigen sich in der regel nach vier bis acht wochen. wenn diese eine grösse von ca. fünf zentimeter haben, dann kann man das usambaraveilchen (saintpaulia) umtopfen.

tipp

wenn man es besonds gut mit seinem usambaraveilchen-blattsteckling meint, kann man zur verbesserung des klimas z. b. einen gefrierbeutel über den topf stülpen. meistens funktioniert es aber auch ohne.

dieffenbachie (dieffenbachia)

die dieffenbachie (dieffenbachia) zählt zur familie der aronstabgewächse und ist in vielen grössen und blattzeichnungen zu erhalten. ihr standort sollte hell bis halbschattig sein, je heller die blätter gezeichnet sind, desto mehr licht benötigt diese zimmerpflanze. direkte sonne verträgt sie nicht. gegossen wird mässig, staunässe und ballentrockenheit gilt es zu vermeiden. die dieffenbachie benötigt eine hohe luftfeuchtigkeit.

die vermehrung der dieffenbachie (dieffenbachia) kann über trieb-, stamm- und kopfstecklinge erfolgen. dabei ist jedoch zu beachten, dass sie zu den giftpflanzen gehört, bei kontakt mit ihrem saft am besten sofort die hände waschen und augenkontakt vermeiden.

triebstecklinge

bei dieser vermehrungsvariante wird ein seitentrieb vorsichtig mit einem sauberen messer von der mutterpflanze getrennt und direkt eingetopft.

stammstecklinge

bei der vermehrung durch stammstecklinge wird der stamm geteilt, sodass jedes teilstück mindestens zwei augen enthält. anschliessend werden die stammstecklinge waagrecht in feuchte erde gegeben, die augen müssen nach oben zeigen. für diese anzuchtmethode eignet sich am sehr ein minitreibhaus. wenn sich nach vier bis sechs wochen die ersten blätter zeigen, kann man die dieffenbachia-stecklinge umtopfen.

kopfstecklinge

hierzu wird die spitze der dieffenbachie mit einem messer abgetrennt und direkt ins pflanzsubstrat gegeben.

die dieffenbachie (dieffenbachia) benötigt eine hohe luftfeuchtigkeit, man sollte die stecklinge also entsprechend schützen. dies kann entweder durch das überstülpen eines gefrierbeutels erfolgen, oder man packt sie unter eine plastikschüssel (glas). hat die plastikschüssel keine luftlöcher, ist tägliches lüften angesagt.

der standort für die dieffenbachia-stecklinge sollte hell aber ohne direkte sonne, bei temperaturen zwischen 20 und 25 grad sein. das pflanzsubstrat muss gleichmässig feucht gehalten werden.

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