zimmerpflanzen

schusterpalmen (aspidistra)

einen teil meiner schusterpalmen (aspdistra) bestelle ich direkt bei züchtern im europäischen ausland. versandt werden sie dann in der regel ohne topf und erde. was liegt also näher, als sie bei dieser gelegenheit auch zu vermehren, wenn sie die nötige grösse haben. am einfachsten funktioniert dies durch teilung des wurzelstocks, sog. rhizomstecklinge. schusterpalmen blühen zwar, von einer geglückten vermehrung durch samen ist mir jedoch nichts bekannt.

vermehrung von schusterpalmen (aspidistra) durch rhizomstecklinge

bei der vermehrung durch rhizomstecklinge wird mit einem sauberen messer ein teilstück von der mutterpflanze abgetrennt. dieser stecklinge sollte mindestens drei blätter haben. anschliessend wird das ganze eingetopft, sodass das rhizom nur knapp mit erde bedeckt ist. der standort für die aufzucht der jungen schusterpalmen sollte halbschattig sein.

ich habe hier übrigens eine aspidistra “china sun” verwendet.

begonie, schiefblatt (begonia albopicta)

neben ihren ca. 1,5 cm grossen blüten (weiss, rosa), besticht begonia albopicta auch noch durch ihre weiss gepunkteten blätter. den namen schiefblatt tragen begonien übrigens aufgrund ihrer die blätter in ungleiche teile trennende blattader.

der standort dieser bis über einen meter hoch werdenden zimmerpflanze sollte hell bis halbschattig sein, aber ohne direkte sonne. gegossen wird feucht, aber nicht nass. das austrocknen der topferde und staunässe werden nicht vertragen. übersommern kann man begonia albopicta an einem halbschattigen plätzchen im garten. gedüngt wird während des sommers alle drei bis vier wochen und während des winters nicht.

die vermehrung der begonie (begonia albopicta) durch stecklinge

die vermehrung durch stecklinge gestaltet sich bei begonia albopicta problemlos. hierzu werden einige triebstecklinge von der mutterpflanze entfernt und direkt ins pflanzsubstrat gegeben. man kann sie auch im wasserglas vorziehen, die ersten wurzeln zeigen sich nach zwei bis drei wochen. der standort für die anzucht sollte hell bis halbschattig, bei temperaturen um die 20 grad sein. als pflanzsubstrat eignet sich handelsübliche blumenerde, diese muss gleichmässig feucht gehalten werden.

meine begonie bildete bereits während des anwurzelns im wasserglas ein paar blüten aus.

strahlenaralie (schefflera actinophylla)

aufgrund ihrer ausladenden blätter, die durchaus eine grösse von 30 bis 40 zentimetern erreichen können, ist die strahlenaralie (schefflera actinophylla) eher zur bepflanzung eines wintergartens oder eines grossraumbüros geeignet. der standort sollte hell, aber ohne die direkte mittagssone sein, zimmertemperatur wird ganzjährig gut vertragen. diese sollte während des winters nicht für längere zeit unter 14 grad abfallen. gegossen wird feucht aber niemals nass. je wärmer sie steht, desto höher sollte die luftfeuchtigkeit sein.

die vermehrung der strahlenaralie durch kopfstecklinge

da die strahlenaralie (schefflera actinophylla) bei guter pflege sehr schnell wächst, kann ein rückschnitt von zeit zu zeit angebracht sein. den so gewonnenen kopfsteckling kann man dann zur vermehrung verwenden. hierzu werden die blätter entfernt, so verliert der steckling nicht soviel feuchtigkeit. anschliessend wandert das ganze ins pflanzsubstrat und wird an einem hellen standort, ohne direkte sonne, bei temperaturen zwischen 22 und 26 grad platziert. die erde muss gleichmässig feucht gehalten werden, zur erhöhung der luftfeuchtigkeit erfolgt die anzucht entweder im minitreibhaus oder der topf wird mit einem gefrierbeutel abgedeckt.

efeutute (epipremnum pinnatum)

die efeutute (epipremnum pinnatum) ist eine rankepflanze aus der familie der aronstabgewächse. sie eignet sich sehr gut zur bepflanzung von ampeln oder der begrünung von spalieren. der standort sollte hell bis halbschattig sein, steht sie zu dunkel, dann kann sie ihre gelb-grüne blattzeichnung verlieren. zimmertemperatur wird ganzjährig gut vertragen. die topferde sollte gleichmässig feucht, jedoch nicht nass gehalten werden.

vermehrung durch stammstecklinge

bei der vermehrung durch stammstecklinge wird der stamm so geteilt, das jedes teilstück ein blatt enthält. beschädigte oder angetrocknete blätter eignen sich nicht. für einen kompakten wuchs sollte man mehrere stecklinge nebeneinander pflanzen. dies empfiehlt sich auch, da nicht unbedingt jeder steckling wurzelt. als pflanzsubstrat wird normale blumenerde verwendet, die stecklinge sollten ca. zwei zentimeter tief in der erde stecken.

der ideale standort für die anzucht der efeutute (epipremnum pinnatum) ist hell aber ohne direkte sonne. das abdecken des topfs mit einem gefrierbeutel optimiert die anzuchtbedingungen, muss jedoch nicht unbedingt erfolgen.

die vermehrung der efeutute funktioniert auch im winter. bei temperaturen zwischen 17 und 20 grad zeigten sich hier nach ca. sechs wochen die ersten neuen blätter.

glücksbambus (dracaena sanderiana)

das die im handel angebotenen glücksbambus oder lucky bamboo nicht wirklich kein bambus sind, sondern zu den drachenbäumen (dracaena) zählen, dürfte sich wohl mittlerweile herumgesprochen haben. genauer gesagt handelt es sich dabei um dracaena sanderiana, die in der gelb-gestreiften version auch schon seit einiger zeit mein wohnzimmer schmückt.

für gewöhnlich beschreibt die mitgelieferte pflegeanleitung die bedingungen für den glücksbambus mit kühl und halbschattig bis schattig. nach meinen erfahrungen jedoch, gedeihen sie an einem hellen standort, mit etwas sonne und bei zimmertemperatur viel besser. meine exemplare im büro z. b., die schattig und im winter teilweise ungeheizt stehen, mucken so überhaupt nicht. in drei jahren kamen ca. je drei blättchen hinzu und ein stengel beginnt nun sogar einzutrocknen. dies brachte mich auf die idee, den noch brauchbaren teil zur vermehrung durch stammstecklinge zu nutzen.

strahlenaralie (schefflera arboricola)

die strahlenaralie (schefflera arboricola) ist ein relativ problemloser pflegling, wenn man sie nicht gerade der zugluft aussetzt. ihr standort sollte hell, aber ohne die pralle mittagssonne sein, gegossen wird mässig, aber regelmässig, staunässe gilt es zu vermeiden. die strahlenaralie kann auch an einem geeigneten platz im garten übersommern. sie freut sich, wenn man sie gelegentlich mal besprüht.

vermehren lässt sich schefflera arboricola durch triebsteckling und blattstecklinge. da mir letzteres unbekannt war, habe ich mal zwei blätter im wasserglas vorgezogen. bereits nach vier wochen zeigte sich bei einem der beiden die erste wurzel. beim zweiten blatt rührt sich noch nichts. gezogen wird das strahlenaralien-blatt bei mir im beheizten zimmergewächshaus, bei temperaturen zwischen 25 und 30 grad. nach dem eintopfen darf es nun für ein paar tage nass stehen, denn das würzelchen erscheint mir doch noch sehr klein. bin mal gespannt wann sich die ersten blätter zeigen.

nach mittlerweile 2,5 monaten hat die junge schefflera zwar fleissigst würzelchen gebildet, in sachen blätter jedoch ist noch nichts zu erkennen.

baumfreund (philodendron erubescens)

mit seinen bis zu 50 zentimeter lang und 20 zentimeter breit werdenden blättern wird philodendron erubescens um einiges grösser als sein verwandter, der kletterphilodendron (philodendron scandens). wie sein kleiner verwandter ist auch er eine rankepflanze und benötigt ab einer gewissen grösse eine rankehilfe. im deutschen ist er unter dem namen baumfreund bekannt.

philodendron erubescens mag einen hellen bis halbschattigen standort, ohne direktes sonnenlicht. die topferde sollte gleichmässig feucht, jedoch nicht nass gehalten werden. zimmertemperatur wird ganzjährig gut vertragen, sie sollte nicht über längere zeit unter 12 grad abfallen. gedüngt wird während des sommers einmal monatlich mit der halben düngermenge, während des winters werden die düngergaben reduziert.

philodendron erubescens durch triebstecklinge vermehren

zur vermehrung durch triebstecklinge entfernt man am besten einen seitentrieb oder den kopftrieb, wenn man philodendron erubescens z. b. kürzen muss. an der schnittstelle bildet die mutterpflanze dann nach einiger zeit neue triebe, wie an dem hier verwendeten steckling zu erkennen ist. die triebstecklinge kann man direkt ins pflanzsubstrat geben. der platz für die anzucht sollte hell bis halbschattig sein, bei temperaturen nicht unter 16 grad. um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen wird ein gefrierbeutel über die jungpflanzen gestülpt. bei temperaturen zwischen 20 und 25 grad zeigen sich bereits nach ca. vier wochen die ersten neuen blätter.

die entwicklung vom (fast) unbewurzelten steckling bis zur kräftigen jungpflanze, hat gute drei monate gedauert. auf dem bild rechts ist der junge philo neun monate alt.

tipp

will man mehrere exemplare des baumfreund (philodendron erubescens) heranziehen, dann eigenet sich hierfür die vermehrung durch stammstecklinge –>

blattbegonie (begonia rex)

das auch zierpflanzen nicht immer so wollen, wie wir uns das vorstellen, durfte ich bei meinem vermehrungsversuch von begonia rex erfahren. hatte ich doch den tipp erhalten, die blattbegonie liesse sich vermehren, indem man die blattadern anschneidet und das blatt anschliessend auf die erde drückt.

zuerst habe ich also versucht, das begonien-blatt mit kieselsteinen anzudrücken, was aber nur von mässigem erfolg gekrönt wurde. dann habe ich es festgenagelt und siehe da, das blatt lag fest auf. allerdiedings hat es sich dann im laufe der zeit immer mehr abgelöst, die stellen rund um die nägel wurden trocken und porös. ein austrieb war auch nach vier wochen nicht zu erkennen.

als ich das ganze dann nach einer weiteren woche entsorgen wollte, konnte ich zu meiner freude dann doch noch einen austrieb entdecken, am blattschaft. dieser hatte wohl den nötigen kontakt zum pflanzsubstrat.

die vermehrung von begonia rex durch blattstecklinge

bei der vermehrung durch blattstecklinge wird ein blatt von der mutter-begonie getrennt und der stil am blattschaft abgeschnitten. dann wandert das ganze direkt ins pflanzsubstrat, sodass der blattschaft ca. einen zentimeter mit erde bedeckt ist. der standort zur aufzucht von begonia rex sollte hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad sein. sie benötigt eine hohe luftfeuchtigkeit, es empfiehlt sich daher das ganze entweder mit einem gefrierbeutel abzudecken oder ein minitreibhaus zu verwenden.

christusdorn (euphorbia milii)

der christusdorn (euphorbia milii) zählt zur familie der wolfsmilchgewächse und wird in seiner heimat auch als hecke kultiviert. auch in der heimischen wohnstube kann diese aus madagaskar stammende zimmerpflanze schnell eine stattliche grösse erreichen. der standort sollte ganzjährig warm und sonnig sein und die erde gut wasserdurchlässig. gegossen wird, wenn die topferde ausgetrocknet ist.

der christusdorn (euphorbia milii) lässt sich sehr leicht durch triebstecklinge vermehren, hierbei ist jedoch vorsicht angesagt, zum einen aufgrund seiner stacheln und zum anderen wegen seines milchigen, giftigen safts.

den christusdorn durch triebstecklinge vermehren

die für diese vermehrungsmethode verwendeten triebspitzen sollten eine länge von ca. 10 zentimetern haben. nach dem schneiden gibt man sie für eine halbe stunde in ein glas mit lauwarmem wasser um den saftfluss zu stoppen. dann werden die unteren blätter entfernt und der steckling wandert für ein bis zwei tage an ein lauschiges plätzchen, damit die schnittstelle trocknen kann. anschliessend gibt man ihn direkt ins pflanzsubstrat. idealerweise wäre dies kakteenerde, normale blumenerde funktioniert jedoch auch.

der standort für den christusdorn-nachwuchs sollte sonnig sein und bei temperaturen ab 20 grad. gegossen wird mässig aber regelmässig, sodass die topferde leicht feucht ist. um den jungpflanzen eine höhere luftfeuchtigkeit zu bieten, kann man den topf unter einen gefrierbeutel geben. die betonung liegt hier auf kann.

der christusdorn (euphorbia milii) lässt sich bei geeigneten temperaturen das ganze jahr über vermehren.

kletterfeige (ficus pumila)

die kletterfeige (ficus pumila) liebt einen hellen oder halbschattigen standort ohne die pralle mittagssonne und ist u. a. mit der birkenfeige (ficus benjamina) verwandt. der topfballen sollte gleichmässig feucht, aber nicht nass gehalten werden. trocknet die erde aus, dann wirft die kletterfeige schnell ihre blätter ab. zimmertemperatur wird ganzjährig gut vertragen, eine ruhephase ist nicht notwendig.

die vermehrung der kletterfeige durch triebstecklinge

hierbei werden ein oder mehrere triebe von der mutterpflanze abgenommen und in ca. fünf zentimeter lange teilstücke geteilt. anschliessend werden die unteren blätter entfernt bis auf drei oder vier. die triebstecklinge der kletterfeige (ficus pumila) kommen nun direkt ins pflanzsubstrat (gewöhnliche blumenerde oder kakteenerde) und wandern an einen hellen und warmen ort (mindestens 20 grad).

da ficus pumila eine hohe luftfeuchtigkeit liebt, sollten die jungpflanzen abgedeckt werden bis sich die ersten neuen blätter zeigen.

vom eintopfen der stecklinge bis zur kräftigen jungpflanze sind ca. vier monate vergangen. nun wird die junge kletterfeige langsam an das raumklima gewöhnt.

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