zimmerpflanzen

dreimasterblume (tradescantia fluminensis)

die gattung tradescantia beinhaltet ca. 70 mitglieder und zählt zur familie der commelinagewächse (commelinaceae). einige der arten werden mittlerweile der verwandten gattung callisia zugeordnet. umgangssprachlich sind sie als dreimasterblumen bekannt. von tradescantia fluminensis (syn. t. albiflora) gibt es verschiedene formen, sie ist mit grünen oder weiss gestreiften blättern (variegata) zu erhalten. sie stammt aus südamerika.

die vermehrung von tradescantia fluminensis durch stecklinge ist kinderleicht. einfach die entsprechende menge triebe von der mutterpflanze entfernen, im wasserglas für ca. vier wochen bewurzeln lassen und dann einpflanzen. als substrat kann handelsübliche blumenerde verwendet werden.

man kann die stecklinge der dreimasterblume aber auch direkt in erde pflanzen. diese hält man in den ersten vier wochen nass und anschliessend nur noch leicht feucht. der topf muss nicht abgedeckt werden.

der ideale standort für die anzucht der dreimasterblume ist hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 17 grad. gedüngt werden muss in den ersten zwölf wochen nicht.

die vermehrung kann ganzjährig erfolgen.

die oben gezeigten stecklinge stammen übrigens von tradescantia fluminensis “variegata”. da die mutterpflanze in einem dunklen treppenhaus vor sich hinwuchs, zeigen die blätter auch nur wenige weisse streifen, denn zum ausbilden ihrer blattmusterung benötigt die pflanze einen hellen standort.

dreimasterblume (tradescantia fluminensis) pflege

die dreimasterblume (tradescantia fluminensis) gedeiht am besten an einem hellen standort, ohne direkte mittagssonne, kommt aber auch noch mit einem halbschattigen plätzchen noch zurecht. sie kann das ganze jahr über bei zimmertemperatur kultiviert werden und sollte während des winters nicht für längere zeit unter 15 grad platziert sein.

die erde hält man gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass. das oberflächliche antrocknen zwischen den wassergaben wird vertragen, ganz austrocknen sollte sie aber nicht.

zum düngen eignen sich stäbchen oder flüssigdünger, jeweils in der halben konzentration. ich verabreiche von april bis september einmal im monat die flüssige variante. neu gekaufte oder kürzlich umgetopfte tradescantien müssen die ersten sechs bis acht wochen nicht gedüngt werden.

gloxinie (sinningia cv.)

die vertreter der gattung sinningia werden umgangssprachlich als gloxinien bezeichnet. botanisch sind sie der familie der gesneriengewächse (gesneriaceae) zugeordnet. ihr natürliches verbreitungsgebiet erstreckt sich von zentral- bis nach südamerika.

die gloxinie durch blattstecklinge vermehren

das wichtigste was man für die vermehrung der gloxinie durch blattstecklinge mitbringen sollte, ist geduld. vom eintopfen bis zu den ersten blättern hat es nämlich sechs monate gedauert. und das trotz temperaturen von ca. 25 grad während des tages.

das blatt wird mit einer sauberen schere von der mutterpflanze getrennt. dann wandert es bis zum anschlag ins substrat. ich habe hier handelsübliche kakteenerde verwendet, die überwiegend aus humus und ein klein wenig sand zusammengesetzt ist.

der ideale standort zur anzucht der sinningia-stecklinge ist hell, ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad. um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, kann man einen gefrierbeutel über den topf stülpen. damit sich kein schimmel bildet, muss das ganze einmal täglich gelüftet werden.

das substrat hält man gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass. gedüngt werden muss nicht.

sollte das blatt irgendwann beginnen zu faulen, muss dies nicht bedeuten, dass das anwachsen der gloxinie missglückt ist. nach ca. fünf monaten hatte das stecklingsblatt begonnen sich zu verabschieden, kurz darauf zeigten sich die ersten blätter. wenn man den topf nicht zu gross wählt, kann man sehr einfach kontrollieren ob sich was tut. wenn ja, kann man durch die löcher im boden die wurzeln erkennen.

hat der gloxinien-nachwuchs erstmal ausgetrieben, geht der rest dafür sehr schnell. nur acht wochen später gab es die ersten blüten zu bestaunen.

zwergpfeffer (peperomia caperata)

die vermehrung des zwergpfeffer (peperomia caperata) durch blattstecklinge ist nicht schwierig und gelingt auch unter wohnzimmerbedingungen.

zuerst werden ein oder mehrere stecklinge mit einem sauberen messer (oder schere) von der mutterpflanze entfernt. den blattstiel kürzt man auf einen bis zwei zentimeter, an ihm bilden sich dann die wurzeln und triebe. die pflanztiefe beträgt zwischen einem und zwei zentimetern.

der standort für die anzucht von peperomia caperata sollte hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad sein. eine hohe luftfeuchtigkeit ist von vorteil, entweder stülpt man einen gefrierbeutel über den topf oder er wird in einem glas platziert. damit sich kein schimmel bilden kann, muss täglich gelüftet werden.

bis sich die ersten blättchen zeigen, hält man die erde (z. b. handelsübliche blumen- oder anzuchterde) nass, danach nur noch gleichmässig feucht. gedüngt werden muss nicht.

während der ersten tage können die blattstecklinge auch mal etwas durchhängen, das gibt sich dann aber irgendwann.

bei temperaturen so um die 23 grad zeigten sich die ersten wurzeln nach ca. acht wochen. vier wochen später waren die ersten blätter ausgebildet.

drehfrucht (streptocarpus cv.)

die gattung streptocarpus zählt zur familie der gesneriengewächse (gesneriaceae). im deutschen sprachraum sind ihre vertreter unter dem namen drehfrucht bekannt. im handel sind zumeist hybriden (kreuzungen, cv.) zu finden. vermehren lassen sie sich durch blattstecklinge oder samen.

streptocarpus durch blattstecklinge vermehren

die vermehrung von streptocarpus cv. durch blattstecklinge ähnelt der des (verwandten) usambaraveilchens. die drehfrucht mag es allerdings etwas luftfeuchter.

verwendet werden können ausgewachsene oder halbausgewachsene blätter.

das blatt wird mit einem sauberen messer von der mutterpflanze getrennt und wandert anschliessend ca. einen zentimeter tief ins anzuchtsubstrat. verwendet werden kann blumenerde oder ein erde-sand-gemisch im verhältnis 3:1.

der standort für die aufzucht des streptocarpus-nachwuchs sollte hell, ohne direkte sonne, bei temperaturen zwischen 20 und 25 grad sein. um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, wird eine gefrierdose oder ein gefrierbeutel über den topf gestülpt. damit kein schimmel entsteht muss täglich einmal gelüftet werden.

bis sich die ersten würzelchen und blattansätze gebildet haben, hält man die erde nass und anschliessend nur noch feucht. gedüngt werden muss nicht. sollten die blattstecklinge nach dem pflanzen etwas durchhängen, dann ist das kein grund zur beunruhigung. nach wenigen tagen berappeln sie sich (meist) wieder.

bei temperaturen so um die 23 grad hat es bis zum ausbilden der ersten blättchen ca. 12 wochen gedauert.

marante (maranta leuconeura)

die marante (maranta leuconeura) ist nicht nur eine attraktive und beliebte zimmerpflanze, sie bringt auch “bewegung” in die heimische wohnstube. denn über nacht oder bei zu intensiver besonnung klappt sie ihre blätter hoch. sie ist im deutschen auch noch unter dem namen pfeilwurz bekannt. die pflege der marante (maranta leuconeura) –>

die vermehrung der marante (maranta leuconeura) durch stecklinge

die vermehrung der marante ist kinderleicht und kann unter wohnzimmerbedinungen erfolgen. hierzu werden die entsprechenden stecklinge von der mutterpflanze getrennt und dürfen anschliessend im wasserglas bewurzeln. dabei ist zu beachten, dass die blattknoten vom wasser bedeckt sind, denn dort erscheinen die wurzeln.

bei temperaturen +/- 20 grad zeigte maranta leuconeura bereits nach einer woche die ersten würzelchen. nach drei bis vier wochen können die jungen maranten dann eingepflanzt werden. ich habe hier handelsübliche blumenerde verwendet. die erde sollte gleichmässig feucht, aber nicht nass gehalten werden. gedüngt wird noch nicht.

hibiskus (hibiscus rosa-sinensis)

aufgrund seiner imposanten blüten, die können gut und gerne einen durchmesser von zehn zentimetern erreichen, ist der hibiskus (hibiscus rosa-sinensis) eine beliebte zimmer- und kübelpflanze. zu erhalten ist er in vielen blütenfarben, gefüllt und ungefüllt. im deutsche ist er auch noch unter dem namen roseneibsich bekannt.

den hibiskus durch stecklinge vermehren

am einfachsten lässt sich hibiscus rosa-sinensis durch stecklinge vermehren, eine anzucht aus samen ist jedoch auch möglich. bei der stecklingsvermehrung trennt man ca. 10 bis 15 zentimeter lange triebe von der mutterpflanze. anschliessend werden die unteren blätter entfernt, sodass lediglich drei bis vier an jedem steckling verbleiben. diese wandern nun entweder ins pflanzsubstrat, oder können im wasserglas vorgezogen werden. um die bewurzelungsdauer zu ermitteln, habe ich auf die wasserglas-methode zurückgegriffen. bei tagestemperaturen so um die 22 grad und 17 grad nachts, zeigten sich bereits nach zehn tagen die ersten wurzeln.

der standort für die anzucht des hibiskus sollte hell, aber ohne direkte sonne sein. ideal sind temperaturen ab 20 grad. hibiscus rosa-sinensis liebt eine hohe luftfeuchtigkeit, es empfiehlt sich daher einen gefrierbeutel über den topf zu stülpen. um möglicher schimmelbildung vorzubeugen, sollte regelmässig gelüftet werden. die anzuchterde sollte gleichmässig feucht sein und darf weder austrocknen, noch komplett im wasser stehen. sobald sich neue triebe zeigen, kann man den gefrierbeutel entfernen.

 

orchidee (phalaenopsis hybrid)

die hybriden aus der gattung phalaenopsis zählen zu den beliebtesten orchideen. man kann sie ganzjährig im wohnzimmer kultivieren, sie benötigen keine ruhephase und sind sehr blühfreudig.

der standort sollte hell sein, morgen- und abendsonne wird vertragen. gegossen wird, in abhängigkeit von der temperatur, mässig. überschüssiges wasser muss sofort entfernt werden, denn sonst können die wurzeln faulen und die orchidee stirbt. bei mir werden die phalaenopsis zweimal täglich besprüht und während der sommermonate einmal wöchentlich, zur winterzeit alle 1,5 bis 2 wochen gegossen. die temperatur ihres winterstandorts beträgt ca. 18 grad. ich dünge nur im sommer, mit orchideendünger, monatlich in der halben konzentration.

die vermehrung der phalaenopsis durch kindel

wenn man glück hat, dann bildet die phalaenopsis am blütenstängel jungpflanzen, sogenannte kindel, auch keiki genannt aus. diese werden solange an der mutterpflanze belassen, bis sie ca. drei bis vier blätter und mindestens zwei, einige zentimeter lange luftwurzeln haben. dann werden sie mit einem sauberen messer vorsichtig von der mutter getrennt und wandern direkt ins orchideensubstrat. im fachhandel gibt es spezielles jungpflanzensubstrat, man kann jedoch auch normales orchideensubstrat zerkleinern.

das bilden von kindeln bei der phalaenopsis lässt sich übrigens durch einen rückschnitt des blütenstängels anregen. es erscheinen dann entweder neue blüten, oder kindel. die vorgehensweise ist in diesem artikel beschrieben: rückschnitt der phalaenopsis-blüte –>

die pflege der phalaenopsis –>

schusterpalmen (aspidistra)

einen teil meiner schusterpalmen (aspdistra) bestelle ich direkt bei züchtern im europäischen ausland. versandt werden sie dann in der regel ohne topf und erde. was liegt also näher, als sie bei dieser gelegenheit auch zu vermehren, wenn sie die nötige grösse haben. am einfachsten funktioniert dies durch teilung des wurzelstocks, sog. rhizomstecklinge. schusterpalmen blühen zwar, von einer geglückten vermehrung durch samen ist mir jedoch nichts bekannt.

vermehrung von schusterpalmen (aspidistra) durch rhizomstecklinge

bei der vermehrung durch rhizomstecklinge wird mit einem sauberen messer ein teilstück von der mutterpflanze abgetrennt. dieser stecklinge sollte mindestens drei blätter haben. anschliessend wird das ganze eingetopft, sodass das rhizom nur knapp mit erde bedeckt ist. der standort für die aufzucht der jungen schusterpalmen sollte halbschattig sein.

ich habe hier übrigens eine aspidistra “china sun” verwendet.

begonie, schiefblatt (begonia albopicta)

neben ihren ca. 1,5 cm grossen blüten (weiss, rosa), besticht begonia albopicta auch noch durch ihre weiss gepunkteten blätter. den namen schiefblatt tragen begonien übrigens aufgrund ihrer die blätter in ungleiche teile trennende blattader.

der standort dieser bis über einen meter hoch werdenden zimmerpflanze sollte hell bis halbschattig sein, aber ohne direkte sonne. gegossen wird feucht, aber nicht nass. das austrocknen der topferde und staunässe werden nicht vertragen. übersommern kann man begonia albopicta an einem halbschattigen plätzchen im garten. gedüngt wird während des sommers alle drei bis vier wochen und während des winters nicht.

die vermehrung der begonie (begonia albopicta) durch stecklinge

die vermehrung durch stecklinge gestaltet sich bei begonia albopicta problemlos. hierzu werden einige triebstecklinge von der mutterpflanze entfernt und direkt ins pflanzsubstrat gegeben. man kann sie auch im wasserglas vorziehen, die ersten wurzeln zeigen sich nach zwei bis drei wochen. der standort für die anzucht sollte hell bis halbschattig, bei temperaturen um die 20 grad sein. als pflanzsubstrat eignet sich handelsübliche blumenerde, diese muss gleichmässig feucht gehalten werden.

meine begonie bildete bereits während des anwurzelns im wasserglas ein paar blüten aus.

strahlenaralie (schefflera actinophylla)

aufgrund ihrer ausladenden blätter, die durchaus eine grösse von 30 bis 40 zentimetern erreichen können, ist die strahlenaralie (schefflera actinophylla) eher zur bepflanzung eines wintergartens oder eines grossraumbüros geeignet. der standort sollte hell, aber ohne die direkte mittagssone sein, zimmertemperatur wird ganzjährig gut vertragen. diese sollte während des winters nicht für längere zeit unter 14 grad abfallen. gegossen wird feucht aber niemals nass. je wärmer sie steht, desto höher sollte die luftfeuchtigkeit sein.

die vermehrung der strahlenaralie durch kopfstecklinge

da die strahlenaralie (schefflera actinophylla) bei guter pflege sehr schnell wächst, kann ein rückschnitt von zeit zu zeit angebracht sein. den so gewonnenen kopfsteckling kann man dann zur vermehrung verwenden. hierzu werden die blätter entfernt, so verliert der steckling nicht soviel feuchtigkeit. anschliessend wandert das ganze ins pflanzsubstrat und wird an einem hellen standort, ohne direkte sonne, bei temperaturen zwischen 22 und 26 grad platziert. die erde muss gleichmässig feucht gehalten werden, zur erhöhung der luftfeuchtigkeit erfolgt die anzucht entweder im minitreibhaus oder der topf wird mit einem gefrierbeutel abgedeckt.

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