Archiv für Oktober, 2009

callisia navicularis

die gattung callisia zählt zur familie der commelinagewächse (commelinaceae) und beinhaltet ca. 20 arten. einige davon waren früher der gattung tradescantia zugeordnet. so ist auch callisia navicularis noch unter ihrem alten namen tradescantia navicularis bekannt. ein deutscher name für die ursprüngliche aus mexiko stammende zimmerpflanze scheint nicht zu existieren.

callisia navicularis durch stecklinge vermehren

an ihren ausläufern bildet callisia navicularis seitentriebe. die eignen sich hervorragend zur stecklingsvermehrung, da sie meist schon einen wurzelansatz mitbringen.

die seitentriebe kann man durch leichtes drehen von der mutterpflanze lösen. vor dem eintopfen lässt man die bruchstelle für einen tag antrocknen.

die erde sollte gut wasserdurchlässig sein und mineralische anteile enthalten. es kann handelsübliche kakteenerde verwendet werden. diese hält man in den ersten vier wochen gleichmässig leicht feucht. dann kann man dazu übergehen, “normal” zu giessen, also das substrat zwischen den wassergaben gut an-, aber nicht völlig austrocknen zu lassen.

der ideale standort für die aufzucht von callisia navicularis ist hell, ohne direkte mittagssonne, bei temperaturen ab 20 grad. etwas morgen- oder abendsonne werden vertragen.

weihrauchpflanze (plectranthus coleoides)

mit dem echten weihrauch (boswellia) ist die weihrauchpflanze (plectranthus coleoides) nicht verwandt, ihren deutschen namen trägt sie aufgrund ihres weihrauchähnlichen duftes. diesen verströmt sie übrigens nicht erst wenn man an ihr reibt. dies gilt es zu beachten, will man sie als zimmerpflanze kultivieren. sie ist auch noch unter dem namen harfenstrauch bekannt.

die vermehrung der weihrauchpflanze durch stecklinge

gerade ältere weihrauchpflanzen können etwas unansehlich werden, dann empfiehlt sich eine verjüngung durch stecklinge. hierzu wird ein ausläufer so geteilt, dass mehrere stecklinge mit je einem oder zwei seitentrieben entstehen. nun werden die unteren seitentriebe entfernt und die stecklinge wandern direkt in die erde. es kann handelsübliche blumenerde verwendet werden. um einen kompakten wuchs zu erhalten, werden mehrere stecklinge gepflanzt.

der ideale standort für die anzucht der weihrauchpflanze ist hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad. das pflanzsubstrat sollte gleichmässig feucht gehalten werden.

plectranthus coleoides zählt zu den schnell anwurzelnden pflanzen und hat nach acht wochen bereits ordentlich an grösse zugelegt (letztes bild).

weihrauchpflanze pflege

die weihrauchpflanze eignet sich hervorragend zur bepflanzung von blumenampeln oder balkonkästen. ihre ausläufer können ohne weiteres eine länge von zwei metern erreichen. winterhart ist sie nicht, sie sollte also erst auf den balkon kommen, wenn nicht mehr mit frost zu rechnen ist.

der ideale standort ist sonnig und hell. als substrat kann handelsübliche blumenerde verwendet werden. diese hält man gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass. während der ganz heissen sommertage kann unter umständen tägliches giessen angesagt sein, da die pflanzen dann entsprechend mehr wasser verbrauchen und sich der blumenkasten erwärmt.

zum düngen eignen sich stäbchen oder flüssigdünger, jeweils in der halben konzentration. die flüssige variante kann einmal im monat verabreicht werden. neu gekaufte oder frisch umgetopfte weihrauchpflanzen benötigen die ersten sechs bis acht wochen keine düngergabe.

überwintern kann man die weihrauchpflanze an einem hellen bis halbschattigen plätzchen, bei temperaturen zwischen 10 und 15 grad. dann hält man ihn entsprechend trockener und düngt nicht. die erde sollte aber nicht ganz austrocknen. die langen ausläufer kann man bis auf zehn zentimeter länge kürzen.

wird bei zimmertemperatur überwintert, dann sollte plectranthus coleoides möglichst hell platziert sein. giessen kann man wie gewohnt, gedüngt wird nicht. sollten sich aufgrund des geringeren lichtangbots vergeilte triebe bilden, dann schneidet man im frühjahr zurück.

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