Archiv für September, 2007

schusterpalmen (aspidistra)

einen teil meiner schusterpalmen (aspdistra) bestelle ich direkt bei züchtern im europäischen ausland. versandt werden sie dann in der regel ohne topf und erde. was liegt also näher, als sie bei dieser gelegenheit auch zu vermehren, wenn sie die nötige grösse haben. am einfachsten funktioniert dies durch teilung des wurzelstocks, sog. rhizomstecklinge. schusterpalmen blühen zwar, von einer geglückten vermehrung durch samen ist mir jedoch nichts bekannt.

vermehrung von schusterpalmen (aspidistra) durch rhizomstecklinge

bei der vermehrung durch rhizomstecklinge wird mit einem sauberen messer ein teilstück von der mutterpflanze abgetrennt. dieser stecklinge sollte mindestens drei blätter haben. anschliessend wird das ganze eingetopft, sodass das rhizom nur knapp mit erde bedeckt ist. der standort für die aufzucht der jungen schusterpalmen sollte halbschattig sein.

ich habe hier übrigens eine aspidistra “china sun” verwendet.

bogenhanf (sansevieria hyacinthoides)

sansevieria hyacinthoides ist ein verwandter des gelb gestreiften bogenhanf (sansevieria trifasciata), unterscheidet sich von diesem zimmerpflanzen-klassiker jedoch durch die blattform und die färbung. die blätter von sansevieria hycinthoides sind lanzettlich und sitzen auf einem kurzen stiel. gepflegt wird er wie s. trifasciata, der standort sollte jedoch etwas heller und sonnig sein.

die vermehrung von sansevieria hyacinthoides durch rhizomstecklinge

als rhizom wird ein unter oder direkt auf der erde wachsender “ausläufer” bezeichnet. es ähnelt einer wurzel, ist jedoch keine. an seinen enden bilden sich neue pflanzen mit ihren wurzeln. nachdem meine sansevieria hyacinthoides mit jedem tag ein weniger schräger dastand, bemerkte ich, dass einige ausläufer nach unten gewachsen waren anstatt in richtung oberfläche. diese hatten zum teil schon kleine blätter gebildet. diese rhizomstecklinge habe ich nun mit einem sauberen messer von der mutterpflanze getrennt und direkt in kakteenerde gegeben.

der standort für die aufzucht der jungpflanzen sollte hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad sein. gegossen wird mässig, immer dann, wenn das pflanzsubstrat angetrocknet ist. an die direkte sonne muss der sansevieria hyacinthoides-nachwuchs erst gewöhnt werden.

begonie, schiefblatt (begonia albopicta)

neben ihren ca. 1,5 cm grossen blüten (weiss, rosa), besticht begonia albopicta auch noch durch ihre weiss gepunkteten blätter. den namen schiefblatt tragen begonien übrigens aufgrund ihrer die blätter in ungleiche teile trennende blattader.

der standort dieser bis über einen meter hoch werdenden zimmerpflanze sollte hell bis halbschattig sein, aber ohne direkte sonne. gegossen wird feucht, aber nicht nass. das austrocknen der topferde und staunässe werden nicht vertragen. übersommern kann man begonia albopicta an einem halbschattigen plätzchen im garten. gedüngt wird während des sommers alle drei bis vier wochen und während des winters nicht.

die vermehrung der begonie (begonia albopicta) durch stecklinge

die vermehrung durch stecklinge gestaltet sich bei begonia albopicta problemlos. hierzu werden einige triebstecklinge von der mutterpflanze entfernt und direkt ins pflanzsubstrat gegeben. man kann sie auch im wasserglas vorziehen, die ersten wurzeln zeigen sich nach zwei bis drei wochen. der standort für die anzucht sollte hell bis halbschattig, bei temperaturen um die 20 grad sein. als pflanzsubstrat eignet sich handelsübliche blumenerde, diese muss gleichmässig feucht gehalten werden.

meine begonie bildete bereits während des anwurzelns im wasserglas ein paar blüten aus.

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