Archiv für August, 2007

strahlenaralie (schefflera actinophylla)

aufgrund ihrer ausladenden blätter, die durchaus eine grösse von 30 bis 40 zentimetern erreichen können, ist die strahlenaralie (schefflera actinophylla) eher zur bepflanzung eines wintergartens oder eines grossraumbüros geeignet. der standort sollte hell, aber ohne die direkte mittagssone sein, zimmertemperatur wird ganzjährig gut vertragen. diese sollte während des winters nicht für längere zeit unter 14 grad abfallen. gegossen wird feucht aber niemals nass. je wärmer sie steht, desto höher sollte die luftfeuchtigkeit sein.

die vermehrung der strahlenaralie durch kopfstecklinge

da die strahlenaralie (schefflera actinophylla) bei guter pflege sehr schnell wächst, kann ein rückschnitt von zeit zu zeit angebracht sein. den so gewonnenen kopfsteckling kann man dann zur vermehrung verwenden. hierzu werden die blätter entfernt, so verliert der steckling nicht soviel feuchtigkeit. anschliessend wandert das ganze ins pflanzsubstrat und wird an einem hellen standort, ohne direkte sonne, bei temperaturen zwischen 22 und 26 grad platziert. die erde muss gleichmässig feucht gehalten werden, zur erhöhung der luftfeuchtigkeit erfolgt die anzucht entweder im minitreibhaus oder der topf wird mit einem gefrierbeutel abgedeckt.

efeutute (epipremnum pinnatum)

die efeutute (epipremnum pinnatum) ist eine rankepflanze aus der familie der aronstabgewächse. sie eignet sich sehr gut zur bepflanzung von ampeln oder der begrünung von spalieren. der standort sollte hell bis halbschattig sein, steht sie zu dunkel, dann kann sie ihre gelb-grüne blattzeichnung verlieren. zimmertemperatur wird ganzjährig gut vertragen. die topferde sollte gleichmässig feucht, jedoch nicht nass gehalten werden.

vermehrung durch stammstecklinge

bei der vermehrung durch stammstecklinge wird der stamm so geteilt, das jedes teilstück ein blatt enthält. beschädigte oder angetrocknete blätter eignen sich nicht. für einen kompakten wuchs sollte man mehrere stecklinge nebeneinander pflanzen. dies empfiehlt sich auch, da nicht unbedingt jeder steckling wurzelt. als pflanzsubstrat wird normale blumenerde verwendet, die stecklinge sollten ca. zwei zentimeter tief in der erde stecken.

der ideale standort für die anzucht der efeutute (epipremnum pinnatum) ist hell aber ohne direkte sonne. das abdecken des topfs mit einem gefrierbeutel optimiert die anzuchtbedingungen, muss jedoch nicht unbedingt erfolgen.

die vermehrung der efeutute funktioniert auch im winter. bei temperaturen zwischen 17 und 20 grad zeigten sich hier nach ca. sechs wochen die ersten neuen blätter.

glücksbambus (dracaena sanderiana)

das die im handel angebotenen glücksbambus oder lucky bamboo nicht wirklich kein bambus sind, sondern zu den drachenbäumen (dracaena) zählen, dürfte sich wohl mittlerweile herumgesprochen haben. genauer gesagt handelt es sich dabei um dracaena sanderiana, die in der gelb-gestreiften version auch schon seit einiger zeit mein wohnzimmer schmückt.

für gewöhnlich beschreibt die mitgelieferte pflegeanleitung die bedingungen für den glücksbambus mit kühl und halbschattig bis schattig. nach meinen erfahrungen jedoch, gedeihen sie an einem hellen standort, mit etwas sonne und bei zimmertemperatur viel besser. meine exemplare im büro z. b., die schattig und im winter teilweise ungeheizt stehen, mucken so überhaupt nicht. in drei jahren kamen ca. je drei blättchen hinzu und ein stengel beginnt nun sogar einzutrocknen. dies brachte mich auf die idee, den noch brauchbaren teil zur vermehrung durch stammstecklinge zu nutzen.

strahlenaralie (schefflera arboricola)

die strahlenaralie (schefflera arboricola) ist ein relativ problemloser pflegling, wenn man sie nicht gerade der zugluft aussetzt. ihr standort sollte hell, aber ohne die pralle mittagssonne sein, gegossen wird mässig, aber regelmässig, staunässe gilt es zu vermeiden. die strahlenaralie kann auch an einem geeigneten platz im garten übersommern. sie freut sich, wenn man sie gelegentlich mal besprüht.

vermehren lässt sich schefflera arboricola durch triebsteckling und blattstecklinge. da mir letzteres unbekannt war, habe ich mal zwei blätter im wasserglas vorgezogen. bereits nach vier wochen zeigte sich bei einem der beiden die erste wurzel. beim zweiten blatt rührt sich noch nichts. gezogen wird das strahlenaralien-blatt bei mir im beheizten zimmergewächshaus, bei temperaturen zwischen 25 und 30 grad. nach dem eintopfen darf es nun für ein paar tage nass stehen, denn das würzelchen erscheint mir doch noch sehr klein. bin mal gespannt wann sich die ersten blätter zeigen.

nach mittlerweile 2,5 monaten hat die junge schefflera zwar fleissigst würzelchen gebildet, in sachen blätter jedoch ist noch nichts zu erkennen.

echte feige (ficus carica)

die echte feige (ficus carica) kann mehrere meter hoch werden und benötigt einen vor zugluft geschützten standort, z. b. an einer hauswand. in kälteren regionen sollte man sie im kübel kultivieren und im haus überwintern. ihre essbaren früchte, die feigen, beherbergen die blüten. der standort sollte vollsonnig sein.

die vermehrung der echten feige (ficus carica) durch triebstecklinge

bei der vermehrung durch triebstecklinge wird ein ca. 10 zentimeter langer seitentrieb von der mutterpflanze abgeschnitten und gegebenenfalls die unteren blätter entfernt. der ficus carica-triebsteckling kann direkt im garten gepflanzt werden und sollte dort hell, vor zugluft geschützt aber ohne direkte sonne stehen. dies geschieht am besten im frühjahr (april/mai).

für die anzucht im zimmer kann normale blumenerde verwendet werden. auch hier sollte der standort hell und ohne direkte sonne sein. die erde sollte gleichmässig feucht, aber nicht nass gehalten werden.

baumfreund (philodendron erubescens)

mit seinen bis zu 50 zentimeter lang und 20 zentimeter breit werdenden blättern wird philodendron erubescens um einiges grösser als sein verwandter, der kletterphilodendron (philodendron scandens). wie sein kleiner verwandter ist auch er eine rankepflanze und benötigt ab einer gewissen grösse eine rankehilfe. im deutschen ist er unter dem namen baumfreund bekannt.

philodendron erubescens mag einen hellen bis halbschattigen standort, ohne direktes sonnenlicht. die topferde sollte gleichmässig feucht, jedoch nicht nass gehalten werden. zimmertemperatur wird ganzjährig gut vertragen, sie sollte nicht über längere zeit unter 12 grad abfallen. gedüngt wird während des sommers einmal monatlich mit der halben düngermenge, während des winters werden die düngergaben reduziert.

philodendron erubescens durch triebstecklinge vermehren

zur vermehrung durch triebstecklinge entfernt man am besten einen seitentrieb oder den kopftrieb, wenn man philodendron erubescens z. b. kürzen muss. an der schnittstelle bildet die mutterpflanze dann nach einiger zeit neue triebe, wie an dem hier verwendeten steckling zu erkennen ist. die triebstecklinge kann man direkt ins pflanzsubstrat geben. der platz für die anzucht sollte hell bis halbschattig sein, bei temperaturen nicht unter 16 grad. um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen wird ein gefrierbeutel über die jungpflanzen gestülpt. bei temperaturen zwischen 20 und 25 grad zeigen sich bereits nach ca. vier wochen die ersten neuen blätter.

die entwicklung vom (fast) unbewurzelten steckling bis zur kräftigen jungpflanze, hat gute drei monate gedauert. auf dem bild rechts ist der junge philo neun monate alt.

tipp

will man mehrere exemplare des baumfreund (philodendron erubescens) heranziehen, dann eigenet sich hierfür die vermehrung durch stammstecklinge –>

spinnweben-hauswurz (sempervivum arachnoideum)

der spinnweben-hauswurz (sempervivum arachnoideum) eignet sich hervorragend zur bepflanzung von steingärten, steinen und auch von mauerwerk. der standort sollte vollsonnig sein, ist er zu dunkel platziert, dann reckt er sich unschön dem licht entgegen. aufgrund der wasserspeichernden eigenschaften seiner blätter übersteht er auch längere trockenperioden sehr gut. er sollte nicht neben stark wachsenden gartenpflanzen platziert werden, die ihn überwuchern können.

den spinnweben-hauswurz durch tochterrosetten vermehren

der spinnwebenhauswurz (sempervivum arachnoideum) bildet ausläufer, an deren enden sich tochterrosetten befinden. wenn diese eine grösse von ca. einem zentimeter erreicht haben, trennt man sie von der mutterpflanze, sodass ein stil von einem bis zwei zentimeter länge an der tochterrosette erhalten bleibt. daraus entwickeln sich dann die wurzeln.

den spinnweben-hauswurz-nachwuchs kann man direkt an einer geeigneten stelle im garten auspflanzen. möchte man ihn im topf vorziehen, dann kommt idealerweise kakteenerde zum einsatz. die topferde sollte mässig feucht gehalten werden und darf auch mal austrocknen.

tipp

der spinnweben-hauswurz (sempervivum arachnoideum) sollte in gruppen gepflanzt werden, so kommt er besonders gut zur geltung.

blattbegonie (begonia rex)

das auch zierpflanzen nicht immer so wollen, wie wir uns das vorstellen, durfte ich bei meinem vermehrungsversuch von begonia rex erfahren. hatte ich doch den tipp erhalten, die blattbegonie liesse sich vermehren, indem man die blattadern anschneidet und das blatt anschliessend auf die erde drückt.

zuerst habe ich also versucht, das begonien-blatt mit kieselsteinen anzudrücken, was aber nur von mässigem erfolg gekrönt wurde. dann habe ich es festgenagelt und siehe da, das blatt lag fest auf. allerdiedings hat es sich dann im laufe der zeit immer mehr abgelöst, die stellen rund um die nägel wurden trocken und porös. ein austrieb war auch nach vier wochen nicht zu erkennen.

als ich das ganze dann nach einer weiteren woche entsorgen wollte, konnte ich zu meiner freude dann doch noch einen austrieb entdecken, am blattschaft. dieser hatte wohl den nötigen kontakt zum pflanzsubstrat.

die vermehrung von begonia rex durch blattstecklinge

bei der vermehrung durch blattstecklinge wird ein blatt von der mutter-begonie getrennt und der stil am blattschaft abgeschnitten. dann wandert das ganze direkt ins pflanzsubstrat, sodass der blattschaft ca. einen zentimeter mit erde bedeckt ist. der standort zur aufzucht von begonia rex sollte hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad sein. sie benötigt eine hohe luftfeuchtigkeit, es empfiehlt sich daher das ganze entweder mit einem gefrierbeutel abzudecken oder ein minitreibhaus zu verwenden.

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