Archiv für Juli, 2007

christusdorn (euphorbia milii)

der christusdorn (euphorbia milii) zählt zur familie der wolfsmilchgewächse und wird in seiner heimat auch als hecke kultiviert. auch in der heimischen wohnstube kann diese aus madagaskar stammende zimmerpflanze schnell eine stattliche grösse erreichen. der standort sollte ganzjährig warm und sonnig sein und die erde gut wasserdurchlässig. gegossen wird, wenn die topferde ausgetrocknet ist.

der christusdorn (euphorbia milii) lässt sich sehr leicht durch triebstecklinge vermehren, hierbei ist jedoch vorsicht angesagt, zum einen aufgrund seiner stacheln und zum anderen wegen seines milchigen, giftigen safts.

den christusdorn durch triebstecklinge vermehren

die für diese vermehrungsmethode verwendeten triebspitzen sollten eine länge von ca. 10 zentimetern haben. nach dem schneiden gibt man sie für eine halbe stunde in ein glas mit lauwarmem wasser um den saftfluss zu stoppen. dann werden die unteren blätter entfernt und der steckling wandert für ein bis zwei tage an ein lauschiges plätzchen, damit die schnittstelle trocknen kann. anschliessend gibt man ihn direkt ins pflanzsubstrat. idealerweise wäre dies kakteenerde, normale blumenerde funktioniert jedoch auch.

der standort für den christusdorn-nachwuchs sollte sonnig sein und bei temperaturen ab 20 grad. gegossen wird mässig aber regelmässig, sodass die topferde leicht feucht ist. um den jungpflanzen eine höhere luftfeuchtigkeit zu bieten, kann man den topf unter einen gefrierbeutel geben. die betonung liegt hier auf kann.

der christusdorn (euphorbia milii) lässt sich bei geeigneten temperaturen das ganze jahr über vermehren.

schlangenkaktus (aporocactus flagelliformis)

der schlangenkaktus (aporocactus flagelliformis) benötigt einen hellen bis halbschattigen standort und kann von mai bis oktober auch im garten oder auf dem balkon kultiviert werden. während dieser zeit sollte er gut bewässert werden, gegossen wird immer wenn das pflanzsubstrat getrocknet ist. überwintert wird er hell, bei temperaturen zwischen 10 und 14 grad, während dieser zeit sollte man ihn beinahe trocken halten. weiterer name: peitschenkaktus.

die vermehrung des schlangenkaktus durch stecklinge

aporocactus flagelliformis lässt sich relativ einfach durch stecklinge vermehren. hierfür werden ca. 10 zentimeter lange triebspitzen von der mutterpflanze entfernt und wandern für vier bis sieben tage an ein schattiges plätzchen damit die schnittfläche trocknen kann. eingetopft werden die schlangenkaktus-stecklinge in kakteenerde, sodass sie ungefähr zu drei zentimetern mit der erde bedeckt sind. der standort für die anzucht sollte hell, aber ohne die pralle mittagssonne, bei temperaturen ab 20 grad sein. das pflanzsubstrat wird gleichmässig feucht, aber nicht nass gehalten.

kletterfeige (ficus pumila)

die kletterfeige (ficus pumila) liebt einen hellen oder halbschattigen standort ohne die pralle mittagssonne und ist u. a. mit der birkenfeige (ficus benjamina) verwandt. der topfballen sollte gleichmässig feucht, aber nicht nass gehalten werden. trocknet die erde aus, dann wirft die kletterfeige schnell ihre blätter ab. zimmertemperatur wird ganzjährig gut vertragen, eine ruhephase ist nicht notwendig.

die vermehrung der kletterfeige durch triebstecklinge

hierbei werden ein oder mehrere triebe von der mutterpflanze abgenommen und in ca. fünf zentimeter lange teilstücke geteilt. anschliessend werden die unteren blätter entfernt bis auf drei oder vier. die triebstecklinge der kletterfeige (ficus pumila) kommen nun direkt ins pflanzsubstrat (gewöhnliche blumenerde oder kakteenerde) und wandern an einen hellen und warmen ort (mindestens 20 grad).

da ficus pumila eine hohe luftfeuchtigkeit liebt, sollten die jungpflanzen abgedeckt werden bis sich die ersten neuen blätter zeigen.

vom eintopfen der stecklinge bis zur kräftigen jungpflanze sind ca. vier monate vergangen. nun wird die junge kletterfeige langsam an das raumklima gewöhnt.

passionsblume (passiflora caerulea)

die passionsblume (passiflora caerulea) besticht vor allem durch ihre wunderschönen blüten und ist ein echter zimmerpflanzen-klassiker. die gattung passiflora umfasst ca. 400 arten, die maracuja zählt auch dazu. passionsblumen sind kletterpflanzen und lieben einen sonnigen und warmen standort. während des winters sollten sie kühler stehen, bei temperaturen unter zwölf grad. gegossen wird feucht, aber nicht nass.

die passionsblume durch stammstecklinge vermehren

hierzu wird ein trieb der mutterpflanze so getrennt, dass mehrere zwischen fünf und zehn zentimeter grosse teilstücke entstehen. jedes teilstück sollte mindestens zwei augen haben (siehe roter kreis), die blätter am unteren auge werden entfernt. jetzt kann man die passiflora-stecklinge direkt in die erde geben. ich habe hier kakteenerde verwendet, normale blumenerde tut es jedoch auch. anschliessend wandert das ganze unter eine durchsichtige plastiktüte und wird hell, ohne direkte sonne und bei temperaturen ab 20 grad platziert.

tipp

passiflora lässt sich auch über samen vermehren, diese kann man z. b. aus den samen einer handelsüblichen maracuja (passiflora edulis) gewinnen.

orchidee (dendrobium phalaenopsis)

an der vermehrung von dendrobium phalaenopsis habe ich mich bereits vor ein paar wochen versucht. damals habe ich ein kindel von der mutterpflanze getrennt und eingetopft. bis heute ist in dieser sache weder ein fort- noch ein rückschritt zu erkennen.

da meine dendrobium phalaenopsis jedoch ständig neue kindel ausbildet, kam mir heute die idee es nochmals zu versuchen. diesmal habe ich direkt unter dem kindel einen topf mit zerkleinerter orchideen-erde befestigt, sodass sich die jung-orchidee erstmal am gewohnten standort entwickeln kann.

wenn sie dann die entsprechende grösse erreicht hat, wird sie von der mutterpflanze getrennt. und ich spare mir das gedöns, noch ein weiteres töpfchen rumstehen zu haben.

(update januar 2008) wie es weiterging: die vermehrung von dendrobium phalaenopsis –>

samt-kalanchoe (kalanchoe beharensis)

die samt-kalanchoe (kalanchoe beharensis) gehört zur familie der dickblattgewächse (crassulaceae) und liebt einen sonnigen standort, jedoch ohne die pralle mittagssonne. ihr wasserbedarf ist niedrig, der topfballen sollte aber trotzdem nicht komplett austrocknen. staunässe wird ebenfalls nicht vertragen. die temperaturen dürfen im winter nicht unter acht grad liegen.

die samt-kalanchoe (kalanchoe beharensis) lässt sich durch kopfstecklinge und blattstecklinge vermehren, die vorgehensweise entspricht der des pfennigbaums (crassula ovata).

purpurtute (syngonium podophyllum)

die zur familie der aronstabgewächse gehörende purpurtute (syngonium podophyllum) besticht vor allem durch ihre blattzeichnung. an die pflege stellt sie keine besonderen ansprüche, in sachen standort hell bis halbschattig, der topfballen sollte gleichmässig feucht sein, bei temperaturen zwischen 17 und 25 grad. lediglich die luftfeuchtigkeit darf etwas höher sein.

die vermehrung der purpurtute durch stamm- und kopfstecklinge

hierzu wird die gewünschte anzahl triebe mit einem sauberen messer von der mutterpflanze getrennt. in diesem fall habe ich einen trieb entfernt und diesen dann nochmals geteilt. für einen kompakten wuchs sollte man mehere triebe nebeneinander platzieren. die stecklinge kann man entweder im glas vorziehen, einfacher ist es jedoch, wenn man sie direkt in die topferde gibt. nun wird das ganze hell, ohne direkte sonne und bei temperaturen ab 20 grad platziert.

tipp

die purpurtute (syngonium podophyllum) eignet sich hervorragend zur kultivierung in blumenampeln oder an einem spalier.

punktblume (hypoestes phyllostachya)

die punktblume (hypoestes phyllostachya) liebt einen hellen und warmen standort, bei ganzjährig zwischen 18 und 25 grad, ohne direktes sonnenlicht. steht sie zu dunkel, kann dies ihre blattzeichung beeinträchtigen. man erhält sie mit weiss-grünen und rot-grünen blättern. weitere namen: tüpfelblume, hüllenklaue.

die vermehrung der punktblume durch kopfstecklinge

die punktblume (hypoestes phyllostachya) lässt sich sehr einfach durch kopfstecklinge vermehren. man trennt die gewünschte menge triebspitzen von der mutterpflanze ab und entfernt die unteren blätter. dann gibt man die stecklinge ins pflanzsubstrat, entweder handelsübliche blumenerde oder ein sand-torf-gemisch. um dem punktblumen-nachwuchs einen kompakten wuchs zu verleihen, setzt man mehrere stecklinge. der standort sollte hell und bei temperaturen ab 20 grad sein. die topferde wird gleichmässig feucht gehalten, jedoch nicht nass. punktblumen benötigen eine hohe luftfeuchtigkeit, daher sollten die jungpflanzen abgedeckt sein. sobald sich neue blätter zeigen, kann man sie langsam an das raumklima gewöhnen.

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