zimmerpflanzen

linktipp: pflanzen bestimmen

pflanzenbestimmung

heute möchte ich hier mal wieder ein neues projekt vorstellen. ich bastele nämlich gerade fleissig an einer seite zur bestimmung von pflanzen. die enthält derzeit nur einen bruchteil meines bildmaterials, aber es werden täglich mehr. in sachen blumen- und pflanzenbilder haben sich bei mir im laufe der jahre nämlich einige gigabyte angesammelt.

http://pflanzenbestimmung.info

kardinalslobelie (lobelia cardinalis)

die gattung lobelia zählt zur familie der glockenblumengewächse (campanulaceae), beinhaltet mehrere hundert arten und ist mit der ballonblume (platycodon) verwandt (link). sehr häufig in kultur befindet sich die kardinalslobelie (lobelia cardinalis). sie wird als staude für den garten und im aquariumhandel in form von stecklingen als wasserpflanze angeboten.

kardinalslobelie

winterhart ist sie nach meinen erfahrungen jedoch nicht. die stecklinge von lobelia cardinalis bewurzeln bei temperaturen so um die 20 grad bereits nach einer woche. da es sich hier um eine sumpfpflanze handelt ist es besser, wenn man den anzuchttopf mit einem gefrierbeutel abdeckt oder im zimmergewächshaus platziert. vor allem wenn man sie als wasserpflanze gekauft hat.

lobelia cardinalis

als substrat kann handelsübliche blumenerde verwendet werden. die erde hält man gleichmäßig feucht bis nass. der ideale standort für die anzucht ist hell, aber ohne direkte mittagssonne. an die kann man die pflanzen gewöhnen, sobald sie genügend wurzeln gebildet haben.

wasserpest (egeria, elodea)

wasserpest stecklinge

als wasserpest werden wasserpflanzen aus den gattungen egeria, elodea und lagarosiphon bezeichnet. sie zählen allesamt zur familie der froschbissgewächse (hydrocharitaceae) und lassen sich problemlos durch stecklinge vermehren. wie man das macht und weitere infos zu den verschiedenen arten und zu ihrer kultur gibt es hier.

schiefteller (achimenes)

achimenes stecklinge

achimenes ist eine gattung aus der familie der gesneriengewächse. die mit den usambaraveilchen verwandten pflanzen wachsen aufrecht bis hängend. eine anleitung für die stecklingsvermehrung der als schiefteller bekannten pflanzen, gibt es hier: achimenes vermehren.

wasserkelch (cryptocoryne)

wasserkelche (cryptocoryne) kann man durch rhizomstecklinge vermehren – muss man aber nicht. denn sie bilden fleissig tochterpflanzen aus. wie auch die gattung anubias, zählen sie zu den aronstabgewächsen.

cryptocoryne steckling

speerblatt (anubias)

die speerblätter (anubias) sind beliebte aquarienpflanzen, die sich aber auch für die sumpfige kultur eignen. am einfachsten vermehren lassen sie sich durch rhizomstecklinge. wie das geht und weitere infos gibt es hier: anubias (speerblatt).

anubias stecklinge

ananaslilie (eucomis autumnalis)

das sich einige pflanzen durch blattstecklinge vermehren lassen, ist ja hinreichend bekannt. aber die gabe, an diesen stecklingen tochterknollen auszubilden, besitzen nur wenige arten, wie z. b. die ananaslilie (eucomis autumnalis).

eucomis blattsteckling

das ehemalige hyazinthengewächs (jetzt scilloideae) stammt aus südafrika und blüht in weiß. wie das ganze funktioniert, kann man hier nachlesen: eucomis vermehren.

mit dem verwandten ornithogalum habe ich es ebenfalls versucht, die mitglieder dieser gattung scheinen diese gabe jedoch nicht zu besitzen.

dreimasterblume (tradescantia fluminensis)

die gattung tradescantia beinhaltet ca. 70 mitglieder und zählt zur familie der commelinagewächse (commelinaceae). einige der arten werden mittlerweile der verwandten gattung callisia zugeordnet. umgangssprachlich sind sie als dreimasterblumen bekannt. von tradescantia fluminensis (syn. t. albiflora) gibt es verschiedene formen, sie ist mit grünen oder weiss gestreiften blättern (variegata) zu erhalten. sie stammt aus südamerika.

die vermehrung von tradescantia fluminensis durch stecklinge ist kinderleicht. einfach die entsprechende menge triebe von der mutterpflanze entfernen, im wasserglas für ca. vier wochen bewurzeln lassen und dann einpflanzen. als substrat kann handelsübliche blumenerde verwendet werden.

man kann die stecklinge der dreimasterblume aber auch direkt in erde pflanzen. diese hält man in den ersten vier wochen nass und anschliessend nur noch leicht feucht. der topf muss nicht abgedeckt werden.

der ideale standort für die anzucht der dreimasterblume ist hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 17 grad. gedüngt werden muss in den ersten zwölf wochen nicht.

die vermehrung kann ganzjährig erfolgen.

die oben gezeigten stecklinge stammen übrigens von tradescantia fluminensis “variegata”. da die mutterpflanze in einem dunklen treppenhaus vor sich hinwuchs, zeigen die blätter auch nur wenige weisse streifen, denn zum ausbilden ihrer blattmusterung benötigt die pflanze einen hellen standort.

dreimasterblume (tradescantia fluminensis) pflege

die dreimasterblume (tradescantia fluminensis) gedeiht am besten an einem hellen standort, ohne direkte mittagssonne, kommt aber auch noch mit einem halbschattigen plätzchen noch zurecht. sie kann das ganze jahr über bei zimmertemperatur kultiviert werden und sollte während des winters nicht für längere zeit unter 15 grad platziert sein.

die erde hält man gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass. das oberflächliche antrocknen zwischen den wassergaben wird vertragen, ganz austrocknen sollte sie aber nicht.

zum düngen eignen sich stäbchen oder flüssigdünger, jeweils in der halben konzentration. ich verabreiche von april bis september einmal im monat die flüssige variante. neu gekaufte oder kürzlich umgetopfte tradescantien müssen die ersten sechs bis acht wochen nicht gedüngt werden.

gloxinie (sinningia cv.)

die vertreter der gattung sinningia werden umgangssprachlich als gloxinien bezeichnet. botanisch sind sie der familie der gesneriengewächse (gesneriaceae) zugeordnet. ihr natürliches verbreitungsgebiet erstreckt sich von zentral- bis nach südamerika.

die gloxinie durch blattstecklinge vermehren

das wichtigste was man für die vermehrung der gloxinie durch blattstecklinge mitbringen sollte, ist geduld. vom eintopfen bis zu den ersten blättern hat es nämlich sechs monate gedauert. und das trotz temperaturen von ca. 25 grad während des tages.

das blatt wird mit einer sauberen schere von der mutterpflanze getrennt. dann wandert es bis zum anschlag ins substrat. ich habe hier handelsübliche kakteenerde verwendet, die überwiegend aus humus und ein klein wenig sand zusammengesetzt ist.

der ideale standort zur anzucht der sinningia-stecklinge ist hell, ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad. um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, kann man einen gefrierbeutel über den topf stülpen. damit sich kein schimmel bildet, muss das ganze einmal täglich gelüftet werden.

das substrat hält man gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass. gedüngt werden muss nicht.

sollte das blatt irgendwann beginnen zu faulen, muss dies nicht bedeuten, dass das anwachsen der gloxinie missglückt ist. nach ca. fünf monaten hatte das stecklingsblatt begonnen sich zu verabschieden, kurz darauf zeigten sich die ersten blätter. wenn man den topf nicht zu gross wählt, kann man sehr einfach kontrollieren ob sich was tut. wenn ja, kann man durch die löcher im boden die wurzeln erkennen.

hat der gloxinien-nachwuchs erstmal ausgetrieben, geht der rest dafür sehr schnell. nur acht wochen später gab es die ersten blüten zu bestaunen.

zwergpfeffer (peperomia caperata)

die vermehrung des zwergpfeffer (peperomia caperata) durch blattstecklinge ist nicht schwierig und gelingt auch unter wohnzimmerbedingungen.

zuerst werden ein oder mehrere stecklinge mit einem sauberen messer (oder schere) von der mutterpflanze entfernt. den blattstiel kürzt man auf einen bis zwei zentimeter, an ihm bilden sich dann die wurzeln und triebe. die pflanztiefe beträgt zwischen einem und zwei zentimetern.

der standort für die anzucht von peperomia caperata sollte hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad sein. eine hohe luftfeuchtigkeit ist von vorteil, entweder stülpt man einen gefrierbeutel über den topf oder er wird in einem glas platziert. damit sich kein schimmel bilden kann, muss täglich gelüftet werden.

bis sich die ersten blättchen zeigen, hält man die erde (z. b. handelsübliche blumen- oder anzuchterde) nass, danach nur noch gleichmässig feucht. gedüngt werden muss nicht.

während der ersten tage können die blattstecklinge auch mal etwas durchhängen, das gibt sich dann aber irgendwann.

bei temperaturen so um die 23 grad zeigten sich die ersten wurzeln nach ca. acht wochen. vier wochen später waren die ersten blätter ausgebildet.

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