sukkulenten

linktipp: pflanzen bestimmen

pflanzenbestimmung

heute möchte ich hier mal wieder ein neues projekt vorstellen. ich bastele nämlich gerade fleissig an einer seite zur bestimmung von pflanzen. die enthält derzeit nur einen bruchteil meines bildmaterials, aber es werden täglich mehr. in sachen blumen- und pflanzenbilder haben sich bei mir im laufe der jahre nämlich einige gigabyte angesammelt.

http://pflanzenbestimmung.info

kakteen mit stecklingen vermehren

viele kakteen-arten lassen sich sehr einfach durch stecklinge vermehren. wie man dabei vorgehen kann, habe ich hier beschrieben: kakteen vermehren. auf der seite gibt es noch weitere infos zur kultur von seltenen kakteen, wie z. b. dem unten abgebildeten pereskiopsis (blattkaktus).

stecklinge pereskiopsis

callisia navicularis

die gattung callisia zählt zur familie der commelinagewächse (commelinaceae) und beinhaltet ca. 20 arten. einige davon waren früher der gattung tradescantia zugeordnet. so ist auch callisia navicularis noch unter ihrem alten namen tradescantia navicularis bekannt. ein deutscher name für die ursprüngliche aus mexiko stammende zimmerpflanze scheint nicht zu existieren.

callisia navicularis durch stecklinge vermehren

an ihren ausläufern bildet callisia navicularis seitentriebe. die eignen sich hervorragend zur stecklingsvermehrung, da sie meist schon einen wurzelansatz mitbringen.

die seitentriebe kann man durch leichtes drehen von der mutterpflanze lösen. vor dem eintopfen lässt man die bruchstelle für einen tag antrocknen.

die erde sollte gut wasserdurchlässig sein und mineralische anteile enthalten. es kann handelsübliche kakteenerde verwendet werden. diese hält man in den ersten vier wochen gleichmässig leicht feucht. dann kann man dazu übergehen, “normal” zu giessen, also das substrat zwischen den wassergaben gut an-, aber nicht völlig austrocknen zu lassen.

der ideale standort für die aufzucht von callisia navicularis ist hell, ohne direkte mittagssonne, bei temperaturen ab 20 grad. etwas morgen- oder abendsonne werden vertragen.

haworthia cymbiformis

die vertreter der gattung haworthia sind beliebte zimmerpflanzen, denn viele arten gedeihen auch an standorten, die für andere sukkulenten zu dunkel sind. in der freien natur wachsen sie oft unter büschen und bäumen und kommen so auch mit einem halbschattigen plätzchen gut zurecht. es gibt jedoch auch arten die es sonnig lieben.

haworthien sind nahe mit den gattungen aloe und gasteria verwandt und lassen sich auch mit ihnen kreuzen. sie sind einfache pfleglinge und somit auch für anfänger geeignet.

haworthia cymbiformis durch kindel vermehren

die vermehrung von haworthia cymbiformis kann durch blattstecklinge und kindel (tochterrosetten) erfolgen. hierbei wird die entsprechende menge jungpflanzen vorsichtig mit einem sauberen messer von der mutterpflanze getrennt. optimal ist es, wenn diese bereits ein paar würzelchen haben. es funktioniert jedoch auch ohne, denn die kindel sitzen meist sehr eng an der mutterpflanze, was das abnehmen mit wurzeln schwierig gestaltet.

nach dem trennen lässt man die schnittstelle für einen tag antrocknen. als anzuchtsubstrat kann kakteenerde verwendet werden. der standort für die aufzucht von haworthia cymbiformis sollte hell bis halbschattig, aber ohne direkte sonne sein. ideal sind temperaturen ab 20 grad, sowie etwas bodenwärme. aus diesem grund sind sie bei mir etwas erhöht auf der heizung platziert.

die erde wird gleichmässig feucht, aber nicht nass gehalten. sobald sich neue blätter zeigen, kann haworthia cymbiformis “normal” gegossen werden.

diese vermehrungsmethode funktioniert auch für aloe und gasteria.

binsenkaktus (rhipsalis baccifera)

aufgrund seiner hängenden, mehrere meter lang werdenden kakteenglieder, eignet sich der binsenkaktus (rhipsalis baccifera) hervorragend als ampelpflanze. er zählt zu den epiphyten (aufsitzerpflanzen) und ist ursprünglich in südamerika beheimatet. es existieren jedoch auch unterarten, z. b. in madagaskar.

der binsenkaktus (rhipsalis baccifera) lässt sich entweder durch im fachhandel zu erhaltende samen, oder über stecklinge vermehren.

die vermehrung von rhipsalis baccifera durch stecklinge

bei der stecklingsvermehrung werden mehrere, mindestens zehn zentimeter lange kakteenglieder mit einer sauberen schere von der mutterpflanze getrennt. diese dürfen anschliessend für ca. zehn tage an einem absonnigen und nicht zu warmen plätzchen trocknen. dann kann der rhipsalis-nachwuchs eingetopft werden. die pflanztiefe darf ca. ein drittel der stecklingslänge betragen. zur anzucht eignet sich ein erde-sand-gemisch, z. b. handelsübliche kakteenerde.

der standort für die anzucht des binsenkaktus sollte hell bis halbschattig und ohne direkte sonne sein. die idealen temperaturen liegen ab 20 grad. da es rhipsalis baccifera luftfeucht liebt, empfiehlt es sich eine tüte oder ähnliches über den topf zu stülpen. um der schimmelbildung vorzubeugen, muss täglich gelüftet werden.

die erde wird leicht feucht gehalten, jedoch nicht nass. wenn sich neue kakteenglieder zeigen, kann man den binsenkaktus langsam an das raumklima gewöhnen.

infos zu weiteren rhipsalis-arten und zur pflege gibt es hier: rhipsalis.

bogenhanf (sansevieria hyacinthoides)

sansevieria hyacinthoides ist ein verwandter des gelb gestreiften bogenhanf (sansevieria trifasciata), unterscheidet sich von diesem zimmerpflanzen-klassiker jedoch durch die blattform und die färbung. die blätter von sansevieria hycinthoides sind lanzettlich und sitzen auf einem kurzen stiel. gepflegt wird er wie s. trifasciata, der standort sollte jedoch etwas heller und sonnig sein.

die vermehrung von sansevieria hyacinthoides durch rhizomstecklinge

als rhizom wird ein unter oder direkt auf der erde wachsender “ausläufer” bezeichnet. es ähnelt einer wurzel, ist jedoch keine. an seinen enden bilden sich neue pflanzen mit ihren wurzeln. nachdem meine sansevieria hyacinthoides mit jedem tag ein weniger schräger dastand, bemerkte ich, dass einige ausläufer nach unten gewachsen waren anstatt in richtung oberfläche. diese hatten zum teil schon kleine blätter gebildet. diese rhizomstecklinge habe ich nun mit einem sauberen messer von der mutterpflanze getrennt und direkt in kakteenerde gegeben.

der standort für die aufzucht der jungpflanzen sollte hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad sein. gegossen wird mässig, immer dann, wenn das pflanzsubstrat angetrocknet ist. an die direkte sonne muss der sansevieria hyacinthoides-nachwuchs erst gewöhnt werden.

spinnweben-hauswurz (sempervivum arachnoideum)

der spinnweben-hauswurz (sempervivum arachnoideum) eignet sich hervorragend zur bepflanzung von steingärten, steinen und auch von mauerwerk. der standort sollte vollsonnig sein, ist er zu dunkel platziert, dann reckt er sich unschön dem licht entgegen. aufgrund der wasserspeichernden eigenschaften seiner blätter übersteht er auch längere trockenperioden sehr gut. er sollte nicht neben stark wachsenden gartenpflanzen platziert werden, die ihn überwuchern können.

den spinnweben-hauswurz durch tochterrosetten vermehren

der spinnwebenhauswurz (sempervivum arachnoideum) bildet ausläufer, an deren enden sich tochterrosetten befinden. wenn diese eine grösse von ca. einem zentimeter erreicht haben, trennt man sie von der mutterpflanze, sodass ein stil von einem bis zwei zentimeter länge an der tochterrosette erhalten bleibt. daraus entwickeln sich dann die wurzeln.

den spinnweben-hauswurz-nachwuchs kann man direkt an einer geeigneten stelle im garten auspflanzen. möchte man ihn im topf vorziehen, dann kommt idealerweise kakteenerde zum einsatz. die topferde sollte mässig feucht gehalten werden und darf auch mal austrocknen.

tipp

der spinnweben-hauswurz (sempervivum arachnoideum) sollte in gruppen gepflanzt werden, so kommt er besonders gut zur geltung.

schlangenkaktus (aporocactus flagelliformis)

der schlangenkaktus (aporocactus flagelliformis) benötigt einen hellen bis halbschattigen standort und kann von mai bis oktober auch im garten oder auf dem balkon kultiviert werden. während dieser zeit sollte er gut bewässert werden, gegossen wird immer wenn das pflanzsubstrat getrocknet ist. überwintert wird er hell, bei temperaturen zwischen 10 und 14 grad, während dieser zeit sollte man ihn beinahe trocken halten. weiterer name: peitschenkaktus.

die vermehrung des schlangenkaktus durch stecklinge

aporocactus flagelliformis lässt sich relativ einfach durch stecklinge vermehren. hierfür werden ca. 10 zentimeter lange triebspitzen von der mutterpflanze entfernt und wandern für vier bis sieben tage an ein schattiges plätzchen damit die schnittfläche trocknen kann. eingetopft werden die schlangenkaktus-stecklinge in kakteenerde, sodass sie ungefähr zu drei zentimetern mit der erde bedeckt sind. der standort für die anzucht sollte hell, aber ohne die pralle mittagssonne, bei temperaturen ab 20 grad sein. das pflanzsubstrat wird gleichmässig feucht, aber nicht nass gehalten.

samt-kalanchoe (kalanchoe beharensis)

die samt-kalanchoe (kalanchoe beharensis) gehört zur familie der dickblattgewächse (crassulaceae) und liebt einen sonnigen standort, jedoch ohne die pralle mittagssonne. ihr wasserbedarf ist niedrig, der topfballen sollte aber trotzdem nicht komplett austrocknen. staunässe wird ebenfalls nicht vertragen. die temperaturen dürfen im winter nicht unter acht grad liegen.

die samt-kalanchoe (kalanchoe beharensis) lässt sich durch kopfstecklinge und blattstecklinge vermehren, die vorgehensweise entspricht der des pfennigbaums (crassula ovata).

weihnachtskaktus (schlumbergera truncata)

der weihnachtskaktus (schlumbergera truncata) dürfte der wohl bekannteste kaktus sein, er ist in vielen blütenfarben zu erhalten. sein standort sollte während des sommers hell bis halbschattig sein, gegossen wird mässig. ab september benötigt er eine trockenperiode, damit er seine blüten entwickeln kann.

schlumbergera truncata durch stecklinge vermehren

hierzu werden die gewünschten kakteen-glieder von der mutterpflanze getrennt. anschliessend sollten sie für ca. 15 bis 24 stunden antrocknen und wandern direkt in die kakteenerde. um einen kompakten wuchs des so gezogenen weihnachtskaktus zu erzielen, platziert man mehrere kakteen-glieder im topf. der standort sollte hell und ohne pralle mittagssonne sein, gegossen wird sparsam.

nach ca. sechs bis acht wochen zeigen sich dann die ersten neuen kakteenglieder. das der weihnachtskaktus angewurzelt hat, kann man am topfboden erkennen.

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